Euro-Maut

Euro-Maut

— 03.11.2006

OBUs bald überall

2012 soll die einheitliche Euro-Maut für Lkw kommen. Sie gilt auch für Vans und Kleinlaster. Experten befürchten: Bald sind auch Pkw dran.

Die EU hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Trotz der Verzögerungen durch das Maut-Chaos in Deutschland soll der Zeitplan für die Euro-Maut bei Lkw eingehalten werden. Spätestens bis 2012 soll es einen technisch einheitlichen europäischen Mautdienst auf Basis der in Deutschland verwendeten On-Board-Units (OBU) geben. Die Höhe seiner Mautsätze soll jedes Land weiterhin selbst bestimmen können. Allerdings: Die EU will die Mautpflicht auf Lkw ab 3,5 Tonnen und auf Kraftfahrzeuge mit mehr als acht Sitzplätzen ausdehnen.

Bisher gilt in Deutschland die Maut für Brummis ab zwölf Tonnen. Die EU will künftig auch Kleinlaster, Mini-Busse und Vans zur Kasse bitten. Der CSU-Verkehrsexperte im Europaparlament, Markus Ferber, befürchtet: "Das könnte der Einstieg in eine europaweite Maut auch für Pkw werden." In Deutschland sorgt die Lkw-Autobahngebühr derweil für wachsende Einnahmen. Von Januar bis September 2006 kassierte der Staat 2,27 Milliarden Euro – sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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