Euro NCAP-Crashtest Mai 2009 — 27.05.2009
Kein Sechser
Euro NCAP hat wieder sechs Neuwagen kontrolliert komprimiert: Audi Q5, Honda Jazz, Hyundai i20, Kia Soul, Peugeot 3008 und Suzuki Alto. Fünfmal gab's fünf Sterne, einer bekam nur drei.
Die schlechte Nachricht zuerst: Der
neue Suzuki Alto hat im Euro-NCAP-Crashtest keine gute Figur gemacht. So erreichte er in allen vier Prüfkriterien ungenügende bis mangelhafte Werte, insgesamt gab's drei von fünf Sternen. Pech für die Suzuki-Konstrukteure, dass fünf weitere Neuwagen in vollem Sternenglanz strahlen: Das
Kompakt-SUV Audi Q5, der
Kleinwagen Honda Jazz, der kompakte
Koreaner Hyundai i20, der
Kia Soul und der
Peugeot 3008 fuhren sehr akkurat an die Ramme, Insassenschutz für Fahrer und Beifahrer wie auch im Rücksitzbereich war gut gewährleistet. Besonderers erwähnenswert fanden die Prüfingenieure die beiden Kleinwagen
Honda Jazz und
Kia Soul, da sie auch beim Fußgängerschutz brillieren – sogar über das derzeit gesetzlich geforderte Maß hinaus.
"Kleine Autos bieten nicht zwangsläufig weniger Schutz"
Insgesamt zeigt der Test nach Einschätzung von Euro-NCAP-Generalsekretär Michiel van Ratingen, dass kleine Autos nicht zwangsläufig weniger Schutz bieten können als große. Mithin würden die aktuellen Ergebnisse eine wichtige Entscheidungshilfe für alle Autofahrer darstellen, die sparen müssen und daher auf ein kleineres Modell umsteigen wollen. Allerdings sagen die standardisierten Tests an der Ramme von Euro NCAP wenig darüber aus, wie viel Schutz die Fahrzeuge bei der Kollision mit einem größeren Auto bieten. Ein
unkonventioneller Crashversuch der US-Prüforganisation Insurance Institute of Highway Safety (IIHS) hatte kürzlich ergeben, dass die Insassen kleinerer Autos bei einem solchen Zusammenstoß deutlich geringere Überlebenschancen haben. Das Ergebnis aus Übersee relativiert die Aussage von Euro NCAP.
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