Euro NCAP Crashtest November 2015

Euro NCAP Crashtest November 2015: Honda, Audi, VW

— 05.11.2015

Ein Kleiner ganz groß

Euro NCAP hat Audi A4, Honda HR-V und Jazz sowie den VW Caddy gecrasht. Ein Auto sorgte für eine Überraschung – lesen Sie hier, welches!

In seinem November-Test hat Euro NCAP vier Autos gecrasht: Audi A4, Honda HR-V und Jazz sowie den VW Caddy. Das Ergebnis ist beruhigend, denn alle vier Modelle bieten im Falle eines Unfalls guten Schutz. Der Transporter Caddy schaffte vier Sterne, die übrigen drei Autos sogar die Bestnote: fünf Sterne.

Honda Jazz: Sicher wie ein Q7

Die große Überraschung liefert in diesem Test der Minivan Honda Jazz. Fünf Sterne sind für einen Kleinwagen ein großartiges Ergebnis – die meisten Konkurrenten müssen sich wegen fehlender Assistenzsysteme mit vier Sternen begnügen. Dank Geschwindigkeitsbegrenzer, ESP, Gurtwarner und Spurassistent schafft der Honda die nötige Punktzahl (71 Prozent), um sogar in dieser Kategorie die Bestnote abzusahnen. Ebenfalls bemerkenswert: der Insassenschutz. Erwachsene sind auf allen Plätzen hervorragend geschützt, der kleine Jazz fuhr hier 93 Prozentpunkte ein. Demnach sitzen Passagiere im Jazz beinahe ebenso sicher wie im Audi Q7 – das Riesen-SUV schaffte seinerzeit 94 Prozent. Kinder jeden Alters sind auf allen Plätzen ebenfalls gut geschützt. Auch in der Disziplin Fußgängersicherheit landet der Jazz mit 73 Prozent der möglichen Punkte locker im Fünf-Sterne-Bereich.

Audi A4: Nix zu meckern

Auch der Audi A4 schnitt in allen Bereichen mit fünf Sternen ab.

Auch die Ingolstädter Mittelklasse-Limousine A4 hat beim aktuellen Euro NCAP-Crashtest die Bestnote bekommen. Erwachsene Insassen sind hier ebenfalls sicher, allerdings sei der Brustbereich des Fahrers beim Frontalaufprall nur gering geschützt. Ebenfalls als gering stuft NCAP die Sicherheit der hinteren Passagiere beim seitlichen Pfahltest ein. Insgesamt sammelte der A4 in dieser Kategorie 90 Prozent der möglichen Punkte – weniger als der Jazz. In den drei anderen Disziplinen (Sicherheit von Kindern, Fußgängerschutz und Assistenzsysteme) schnitt der Audi A4 aber noch besser ab als der kleine Honda, die Tester hatten kaum etwas auszusetzen. Lobend erwähnt wird die "zuverlässig arbeitende" aktive Motorhaube, die Verletzungen von Fußgänger im Bein- und Hüftbereich vermeidet.

Honda HR-V: Nicht ganz so sicher wie der Jazz

Noch mal Honda, noch mal eine Top-Wertung: Auch der Honda HR-V konnte überzeugen.

Noch mal Honda, noch mal fünf Sterne: Auch das Kompakt-SUV Honda HR-V erreichte die Bestnote im aktuellen Crashtest – obwohl es in allen vier Disziplinen schlechter abschnitt als der kleine Bruder Jazz. Erwachsene sitzen in der Regel sicher (86 Prozent), lediglich der Schutz der Brust von Fondpassagieren ist beim Frontalaufprall "gering". Passagiere auf den Vordersitzen müssen bei einem Heckaufprall mit einem Schleudertrauma rechnen. Kinder bis anderthalb Jahre sind "gut" geschützt, Dreijährige "angemessen". Kindersitze der Gruppe I sollten nicht auf dem Mittelsitz der hinteren Reihe befestigt werden, hier sahen die Experten gravierende Sicherheitsmängel. Der Fußgängerschutz ist gut, und die Ausstattung mit Assistenzsystemen vergleichbar mit der des Jazz – ausreichend für fünf Sterne.

VW Caddy: Guter Schutz für die Insassen

Nur vier Sterne für den VW Caddy: Beim Pfahltest tat sich zwischen Schiebetür und B-Säule eine Lücke auf.

Der VW Caddy musste sich im Test mit vier Sternen begnügen. Nicht, weil die Insassen etwa schlecht geschützt wären: Die Fahrgastzelle blieb beim Crash stabil, sowohl beim Erwachsenen- als auch beim Kinder-Schutz reichte es für fünf Sterne. Abzüge gab es allerdings für eine Lücke, die sich nach dem seitlichen Pfahltest zwischen der Schiebetür und der B-Säule auftat. Beim Frontalaufprall könnte sich der Fahrer zudem in der Brustgegend verletzen. Kinder sitzen überall gut und sicher. Nicht so gut könnte aber ein Zusammenstoß mit einem Fußgänger ausgehen. Zwar sind die Beine des Fußgängers relativ gut geschützt, die Hüfte könnte es aber böse erwischen: Hier ist der Schutz fast auf allen Aufprallpunkten "schlecht". In dieser Disziplin konnte der Caddy deshalb lediglich 58 Prozent der möglichen Punkte sammeln – vier Sterne. Ebenfalls vier Sterne gab es auch für die Ausstattung mit Assistenzsystemen. Hier bemängelten die Crashexperten, dass es für Passagiere der zweiten und dritten Sitzreihe keinen Gurtwarner gibt. Auch der fehlende Spurassistent sorgte für Abzüge.

Euro NCAP Crashtest November 2015

Autor: Maike Schade

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