Europäischer Automarkt

Europäischer Automarkt

— 22.02.2008

Die Russen kommen

Der Trend geht nach Osten. Während die klassischen Automärkte Europas stagnieren oder rückläufige Zahlen verbuchen, ist Russland in Sachen Neuzulassungen auf dem Weg zur Nummer eins.

Noch hält sich Deutschland auf Platz eins, doch in drei Jahren ist die Pole Position wohl futsch. Russland ist auf dem besten Weg, den hiesigen Markt als größten Automarkt Europas abzulösen. Dies gab das Essener Marktforschungsinstitut Polk Marketing Systems bekannt. Nach Angaben der Wissenschafter lag Russland 2007 mit 2,35 Millionen Neuzulassungen im europäischen Vergleich auf Rang vier hinter Deutschland, Italien und Großbritannien, verzeichnet aber eine Steigerung von gut 140 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Ein weiteres Wachstum um 60 Prozent wird die Zahl der verkauften Einheiten bis 2010 auf 3,7 Millionen Fahrzeuge ansteigen lassen, so die Forscher.

Für Toyota, Nissan, Mitsubishi, Hyundai, Kia und Chevrolet ist Putins Reich schon jetzt der absatzstärkste Markt auf dem Alten Kontinent. Die Dominanz von Lada hingegen ist längst Vergangenheit. So sank der Marktanteil im eigenen Land von 70 Prozent 2002 auf 27 Prozent im vergangenen Jahr. 2010 dürften es nur noch 20 Prozent sein. Während die klassischen europäischen Absatzmärkte weiter stagnieren, werden auch die deutschen Hersteller von der wachsenden Nachfrage in Russland profitieren, sagte Polk Marketing Systems voraus.

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