Mika Häkkinen

Exklusiv-Interview mit Mika Häkkinen

— 15.02.2008

Harmonie ist ihm wichtiger als Speed

Den Helm hat Mika Häkkinen an den Nagel gehängt. Seit fünf Monaten ist der ehemals fliegende Finne Renn-Rentner. Im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT zieht er exklusiv Bilanz.

Er wirkt nicht wie ein Pensionär. Sein Terminkalender ist immer noch rappelvoll, aber Rennen fahren will Mika Häkkinen nur noch zum Spaß. Im ersten Interview nach seinem Rücktritt vom aktiven Motorsport im Oktober 2007, gibt der sympathische Finne exklusiv in AUTO BILD MOTORSPORT Auskunft über sein Leben als Renn-Rentner. AUTO BILD: Herr Häkkinen, seit Oktober sind Sie kein Rennfahrer mehr. Was unterscheidet diesen Rücktritt von dem in 2001? Mika Häkkinen: 2001 war die Formel 1 für mich nur noch Arbeit. Das, was ich erreichen wollte, hatte ich erreicht. Und ich hatte einige Unfälle, die meine Entscheidung zum Aufhören mit beeinflusst haben. Nach drei Jahren DTM lautet meine Schlussfolgerung: Es ist Zeit, mich in andere Bereiche meiner Karriere, meines Lebens zu begeben.

Wie entstand dieses Gefühl? Letzten Endes musst du in der DTM zu 110 Prozent Einsatz bringen, um zu gewinnen. Du musst alles andere aus deinem Kopf streichen. Und musst dich nur auf deine Karriere und dein Racing fokussieren. Ich denke, einer der Gründe zum Aufhören war, dass ich das nicht mehr wollte.

Was machen Sie nun? Ich habe Partner wie Mercedes, Johnny Walker, Hermes und Red Devil. 2008 betreibe ich für diese Firmen globales Marketing. Und fahren gar keine Rennen? Nichts Ernsthaftes jedenfalls. Ich liebe das Fahren, ich liebe es. Aber Rennen fahre ich nur noch zum Spaß. Was war das Rennfahren für Sie? Am Anfang opferst du dem Racing dein Leben ohne Kompromisse. Es bedeutet dir alles. Später in der Karriere entwickelst du in deinem Körper – vor allem im Kopf – ein Verständnis für die Wichtigkeit des Lebens. Im Rennsport lernst du, das Leben mehr zu respektieren. Weil die Dinge, die du erlebst, wirklich heftig sind.

Ihr Sohn Hugo ist jetzt sieben Jahre alt. Plant er schon eine Rennkarriere? Wenn wir zum Kartfahren gehen, will er gar nicht mehr aufhören. Er ist an vielen Dingen interessiert. Er ist ziemlich gut in der Schule, und das Fußballspielen ist ihm sehr wichtig. Aber: Er liebt Autos. Ich denke aber nicht: "Er sollte Rennfahrer werden." Er kann selbst wählen. Erkennen Sie Talent, wenn Sie ihn Kart fahren sehen? Yeah! (Lacht)

Das komplette Interview steht in AUTO BILD MOTORSPORT 4/2008, ab sofort im Handel.

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