Exklusiv: Renault Mégane II

Renault Mégane II Renault Mégane II

Exklusiv: Renault Mégane II

— 03.07.2002

Ein markant(ig)er Typ

Heck-Meck für Golf & Co: Der neue Mégane besticht mit futuristischen Formen und vorbildlichem Sicherheitspaket.

Oh, là, là – mit der zweiten Auflage des Mégane beweist Renault wieder mal viel Mut. Wie schon das Raum-Coupé Avantime und die Oberklasse Vel Satis trägt auch der gallische Golf ein Heck, das vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Wenn Drei- und Fünftürer Ende des Jahres in die Show-Räume rollen, sieht der Golf IV ganz schön alt aus. Charaktervolles Gesicht, annähernd senkrechte Panorama-Heckscheibe und ein Finale, spannender als Deutschland gegen Brasilien. Beim Dreitürer polarisieren die dreieckigen hinteren Seitenfenster, beim Fünftürer reizen die leicht zurückgekämmten C-Säulen das Auge. Auch unterm extravaganten Blech bieten die pfiffigen Franzosen natürlich mehr als Durchschnittskost. Per Chipkarte entriegeln die Türen, auf Knopfdruck wird gestartet. In den Topversionen muss die Karte nicht mal mehr aus der Hosentasche genommen werden.

Fortschritt auch beim Raumangebot: Auf der zusammen mit Nissan entwickelten C-Plattform streckt sich der Mégane II auf beachtliche 4,21 Meter (Vorgänger 4,16 m), lässt bei 1,46 Meter Höhe (1,42 m) und 1,78 Meter Breite (1,70 m) ein ansprechendes Platzangebot erwarten. Angesichts eines Radstands von 2,63 Metern (Golf: 2,51 m) dürften besonders die Fondpassagiere erleichtert die Beine ausstrecken. Weil aber auch Renault nicht zaubern kann, schrumpfte der Kofferraum gleichzeitig um 20 Liter und liegt in Zukunft mit 330 bis 1190 Litern fast exakt auf Golf-Größe. Als Entschädigung offeriert der Mégane zahlreiche Staufächer mit insgesamt 44 Liter Versteck-Volumen. Keine Kompromisse duldet Renault bei der Sicherheit. Im Gegenteil, die Insassen können bei Vollausstattung auf zweistufig auslösende Frontairbags, Seitenairbags vorn und hinten, Windowbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn (im Fünftürer in doppelter Ausführung), Anti-Submarining-Airbags in den Vordersitzen (Dreitürer; verhindern, dass man unter dem Gurt durchrutscht), ESP und ABS mit Bremsassistent vertrauen (Renault verspricht einen Bremsweg von 38 m). Klingt stark nach fünf Crash-Sternen.

Bei den Motoren setzt Renault auf große Vielfalt. Drei Benziner und zwei Diesel stehen zum Verkaufsstart bereit: • 1.4 16V, 95 PS/127 Nm • 1.6 16V, 115 PS/152 Nm • 2.0 16V, 140 PS/191 Nm • 1.5 dCi, 82 PS/185 Nm • 1.9 dCi, 120 PS/270 Nm. Im nächsten Jahr folgen dann ein 1.4 16V mit 75 PS und zwei stärkere Diesel (1.5/100 PS, 1.9/140 PS). Last, not least rundet eine von Renault Sport entwickelte Top-Version mit Zweiliter-Turbo und 225 PS die Palette ab. Was wir jetzt gern noch wüssten, sind die Preise. Doch die hält Renault streng geheim. Wir schätzen aber mal, dass der 1.4 rund 15.000 Euro kosten wird.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.