Die spektakulärsten E-Autos

Extreme Elektroautos: Bollinger B1

— 24.10.2017

Die spektakulärsten E-Autos

Im amerikanischen Hobart baut Robert Bollinger seinen Traum vom Elektro-Geländewagen. Mit dem B1 will er den E-Markt aufmischen, aber kein Wald- und Wiesenauto bauen!

Minimalismus pur: Vier Rundinstrumente und Narbenschaltung reichen beim B1.

Robert Bollinger präsentiert mit dem B1 seinen Traum vom E-Geländewagen. Das Fahrzeug, das wie eine Mischung aus Land Rover und amerikanischem Pick-up aussieht, ist noch ein Einzelstück und soll je nach Akku-Kapazität rund 190 beziehungsweise 320 Kilometer weit kommen. Bei einer Serienfertigung soll es Akkus mit 60 und 100 kWh geben. Unter den durchweg geraden Alu-Blechen steckt ein E-Motor geheimer Herkunft, im Interieur finden Fahrer und Beifahrer Minimalismus in seiner reinsten Form. Das ist aber gar nicht schlecht, denn so soll der Wagen besonders pflegeleicht und praktisch sein. Der Chef führt es persönlich vor: Beim Besuch von AUTO BILD schiebt Robert Bollinger eine drei Meter lange Holzlatte durch den kompletten Wagen. Das ist dank einer leicht zu entfernenden Mittelkonsole möglich. Vier Rundinstrumente lenken beim Fahren nicht ab, der Gangwechsel erfolgt an der Narbe. Die Preise sollen bei unter 100.000 Dollar (rund 85.000 Euro) starten.

Saab unter Strom

In Finnland wartet das nächste verrückte E-Mobil. In jahrelanger Arbeit verwandelte ein Elektroingenieur seinen Saab 99 in ein waschechtes E-Auto. 2014 begann er mit dem Projekt und führte alle nötigen Arbeiten selbst aus. 2016 war der Wagen dann fertig und ist für ein "Bastlerprojekt" erstaunlich gut gelungen. Unter der schwedischen Karosse steckt ein 102 kWh-Akku, mit dem Mika Leppälahti knapp 200 Kilometer weit gefahren ist. Nach eigener Aussage läuft der Wagen seit etwas über 8000 Kilometern problemlos.

Sechs Türen für die Umwelt

Panoz, ein US-amerikanisches Unternehmen geht gleich einen Schritt weiter und präsentiert zwei SUVs mit jeweils sechs Türen. CEO Don Panoz will vor allem Transportunternehmen ansprechen, die mit den beiden Fahrzeugen ihre Betriebskosten deutliche senken könnten. Laut Panoz soll der schwerere MTU-6, eher für den groben Einsatz gedacht, mit einer Aufladung rund 370 Kilometer weit kommen. Der Enova ist die den Transport auf asphaltierter Straße gedacht. Eine Variante mit acht Türen ist ebenfalls in der Planung.

911er zum E-Auto umgebaut

E-Motor statt Sechszylinder: Die Akkus reichen für rund 250 Kilometer!

Porsche präsentiert wohl 2019 sein erstes E-Auto: den Mission-E. Die Firmen Engiro und e-creativ sind schon einen Schritt weiter! Engiro, die sich auf die Herstellung von hochleistungsfähigen E-Maschinen, elektrischen Getrieben und Antriebssystemen spezialisiert haben, bieten ein Umbau-Kit für das G-Modell an. Bei der Entwicklung haben die E-Spezialisten besonders auf die Möglichkeit des Rückbaus geachtet. Das heißt, dass der 911 ohne großen Aufwand wieder mit dem Sechszylinder-Boxer vom Hof fahren kann. Das gelingt, da ein Großteil der Teile für den E-Umbau die gleichen Maße wie die herkömmlichen Komponenten hat. Ein besonderes Highlight: Alle Instrumente und die Klimaanlage werden von den Akkus betrieben. Das reicht für eine Reichweite von rund 250 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Für den Umbau ist e-creativ in Mannheim verantwortlich. Zu Preisen äußerten sich beide Unternehmen bisher nicht!

E-Hummer für den Terminator

Der 100-kWh-Akku des Kreisel H1 langt für Tempo 120 und 300 Kilometer Reichweite.

Hummer unter Strom. Für Hollywood-Legende Arnold Schwarzenegger hat Kreisel Electric ein E-Mobil geschaffen, das seinesgleichen sucht. Der rund drei Tonnen schwere Offroad-König, auf dessen militärische Version das US-Militär seit Jahrzehnten setzt, stromert in Zukunft lautlos durch die Straßen von Los Angeles, Kalifornien. Die Elektro-Experten aus dem österreichischen Rainbach haben dem H1 einen 100-kWh-Akku verpasst und zwei Elektromotoren an die Vorder- und Hinterachse geschraubt. Das reicht für rund 490 PS und beschleunigt den 3,3 Tonnen schweren Wagen bis auf Tempo 120. Laut Kreisel schafft der Terminator mit seinem lautlosen Monstrum mit einer Aufladung an die 300 Kilometer.

Jaguar elektrifiziert den E-Type

Das Batteriepaket hat exakt die Maße und das Gewicht des originalen XK-Sechszylinders.

Einen elektrischen Antriebsstrang in einen Jaguar E-Type einzubauen, das mögen Originalitätsfreunde Sakrileg nennen. Jaguar hat es trotzdem getan. Als Basis für das Showcar, das Anfang September 2017 beim Jaguar Land Rover Tech Fest in London zu sehen war, diente ein 1968er E-Type Roadster. Für den Antriebsstrang des elektrischen E-Type gilt das nicht. Der wurde extra für den E-Type angefertigt und leiht sich einige Komponenten vom kommenden E-Jaguar i-Pace. Die Leistung gibt Jaguar mit 220 kW (299 PS) an. In 5,5 Sekunden spurtet der elektrifizierte Klassiker von 0 auf 100 km/h. Das Besondere: Das Batteriepaket hat exakt die gleichen Dimensionen wie der originale XK-Sechszylinder, der Elektromotor ersetzt das originale Getriebe. Der umgerüstete Wagen ließe sich laut Hersteller auf Wunsch auch wieder zurückbauen. AUTO BILD zeigt weitere extreme E-Autos in der Bildergalerie!

Die spektakulärsten E-Autos

Autoren: Maike Schade,

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