F1: Hamilton bedrängt Alonso

Lewis der Stern-Star Lewis der Stern-Star

F1: Hamilton bedrängt Alonso

— 16.04.2007

Lewis, der Stern-Star

Drei Rennen, drei Podestplätze: Der McLaren-Mercedes-Rennstall ernennt Lewis Hamilton zum Titelkandidaten.

Der Champion in spe gab sich lässig. Mit großer dunkler Sonnenbrille und einem lockeren Lachen stolzierte Lewis Hamilton durchs Fahrerlager des Inselstaats Bahrain. Der Abgang seines Teamkollegen Fernando Alonso verlief an diesem Renntag gegensätzlich. Normalerweise ist es der spanische Doppelweltmeister der Formel 1 gewohnt, die Wettkampfstätte mit Sonnenbrille, aber erhobenen Hauptes zu verlassen. Aber die Niederlage gegen Hamilton und die Tatsache, dass Alonso auch noch vom deutschen BMW-Sauber-Piloten Nick Heidfeld überrumpelt worden war, hatten Spuren hinterlassen.

Drei Rennen, drei Sieger: Die Formel 1 ist wieder spannend

Beim Grand Prix von Malaysia musste sich Hamilton noch hinter dem Weltmeister einsortieren.

"Das Rennen war eine bittere Erfahrung", klagte der Fünftplazierte im kleinen Kreis. "Aber so ist das: Es gibt gute Rennen und schlechte Rennen." Bitter für Alonso ist, dass ihn ausgerechnet der jüngere Teamkollege problemlos distanzierte. In dieser spannenden Saison gab es in drei Rennen drei verschiedene Sieger. Es zeigt sich, dass es in den Spitzenteams McLaren-Mercedes und Ferrari keinen Fahrer mit unumschränktem Nummer-eins-Status gibt. Der gegenüber Teamgefährte Kimi Räikkönen vermeintlich schwächer eingestufte Felipe Massa rehabilitierte sich mit Platz eins eindrucksvoll. Während Räikkönen als Dritter im teaminternen Duell chancenlos blieb, deklassierte Hamilton beinah den Stallgefährten. Dass Alonso mit einem Jahressalär von rund 20 Millionen Dollar mit Hamilton, der cirka 500 000 Dollar kassiert, und Räikkönen das Gesamtklassement anführt, wird dem 25 -Jahre alten Titelverteidiger nicht gefallen.

Hamilton schreibt schon Geschichte

In Bahrain vertrat der Brite die McLaren-Mercedes-Farben alleine auf dem Podium. Alonso wurde nur Fünfter.

Erst recht nicht der Adelsschlag der Teamführung für Hamilton, der als erster Fahrer der 52-jährigen Formel-1-Geschichte in den ersten drei Rennen seiner Karriere jeweils den Sprung aufs Siegerpodest schaffte. "Wir haben nach diesem Grand Prix zwei Fahrer, die die Weltmeisterschaft gewinnen können", frohlockte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh. In seinem ersten Rennen hatte Hamilton den dritten Rang belegt. Vor einer Woche war der Brite Zweiter hinter Alonso geworden. Mit anderen Worten: McLaren vertraut schon nach drei Rennen nicht mehr allein auf Zugang Alonso, sondern gleichberechtigt auf den 22 Jahre alten Debütanten karibischer Abstammung. Für Hamilton ist die Gleichstellung ein Kompliment, zumal Whitmarsh fest davon ausgeht, "dass er dieses Jahr noch Rennen gewinnen wird".

Autor: Burkhard Nuppeney

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