Caterham

F1: Investoren geben Caterham-Management ab

— 24.10.2014

„Problem-Löser” regiert das Team

Caterham wird von einem Insolvenzverwalter gemanagt. Ob der Rennstall in einer Woche in Austin fährt, bleibt fraglich. Weiteres Team von Aus bedroht.

(dpa) - Das Schicksal des Formel-1-Rennstalls Caterham liegt nun in den Händen eines Insolvenzverwalters. Das Management des finanziell schwer angeschlagenen Letzten der Konstrukteurswertung wurde am Freitag Finbarr O'Connell nach einer unsäglichen Posse um die Besitzverhältnisse übertragen. Auf der Internetseite seines Arbeitgebers wird er als „Problem-Löser” gepriesen. Und so einen hat Caterham dringend nötig. Die schweizerisch-arabische Investorengruppe Engavest gab das Management ab.

Streit um Caterham eskaliert

Ob Caterhams Fahrer Kobayashi (l.) & Ericsson (r.) auch in Austin von den Grid-Girls beklatscht werden, ist unklar

Man sei damit einer Aufforderung des neuen Verwalters der insolventen „Caterham Sports Limited” und den Anwälten von Vorbesitzer Tony Fernandes nachgekommen, hieß es im vierten Statement binnen 48 Stunden, in denen der Zoff mit dem malaysischen Unternehmer eskaliert war. Die Investoren, von denen nichts weiteres bekannt ist und die vom deutschen ehemaligen Teamchef Colin Kolles beraten werden, warfen Fernandes vor, die Anteile am Team nicht wie vereinbart übertragen zu haben. Der Vorbesitzer konterte: Engavest sei den Zahlungen nicht nachgekommen, wie im Vertrag von Ende Juni festgehalten.

Teamchef zurückgetreten

Ob mit dem Rückzug der Investoren, die das schon damals finanziell schwer angeschlagene Team mitten in der Saison übernommen hatten, nun der Weg frei ist für eine Fortsetzung der Saison von Caterham, ist weiterhin mehr als fraglich. Die Tore zum Werk wurden verschlossen, Teamchef Manfredi Ravetto war inmitten der Schuldzuweisungen zurückgetreten. Eine Aussage darüber, wer sportlich das Team führt, gab es bislang nicht. Die seit Monaten schwelende Gefahr, dass ein Rennstall wegen finanzieller Schwierigkeiten ausgebremst wird, scheint sich insgesamt zuzuspitzen. Auch Marussia droht die Insolvenz (ABMS berichtete).
Fotos: Getty Images

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