F2005 gegen Renault

F2005 gegen Renault

F2005 gegen Renault

— 31.03.2005

Schumi nimmt Herausforderung an

Standortbestimmung in der Wüste: Schumi gibt sich vor der F2005-Premiere in Bahrain kämpferisch. Doch die Konkurrenz ist unbeeindruckt.

Briatore hat keine Angst

Die vorgezogene Feuertaufe seines neuen Dienstwagens wird für Michael Schumacher zur ultimativen Standortbestimmung. Unter dem Druck des schlechtesten Saisonauftakts in seiner Karriere (nur zwei mickrige Punkte) wird sich der Formel-1-Rekordweltmeister beim Großen Preis von Bahrain am Sonntag (13.30 Uhr/live bei RTL und Premiere) erstmals im Ferrari F2005 dem Duell mit Renault stellen – zwei Rennen früher als geplant. Der siebenmalige Titelträger gibt sich vor dem Wüstenrennen im Mini-Staat am Persischen Golf kämpferisch: "Ich nehme die Herausforderung gerne an. Wir werden uns Schritt für Schritt wieder nach vorne arbeiten, keine Bange."

Die Statistik hat er auf seiner Seite: Seit 2000 hat das jeweilige Ferrari-Modell seine Rennpremiere gewonnen. Und: Bei der Erstbefahrung des Kurses in Manama im Vorjahr gab es einen Ferrari-Doppelsieg. Zahlenspiele und weltmeisterliche Zuversicht lassen die Konkurrenz allerdings kalt. "Ferrari wird seinen neuen Wagen einsetzen – aber ehrlich gesagt, konzentrieren wir uns nicht auf die anderen Teams", stellt WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Renault) klar. Noch deutlicher formuliert es sein Teamchef Flavio Briatore: "Wir haben vor denen keine Angst."

Fürchten muß Michael Schumacher dagegen, daß die vorgezogene Premiere für den Ferrari vielleicht doch zu früh kommt. Zusammen mit Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien), der mit dem Übergangsmodell F2004 M beim Auftaktrennen in Australien immerhin den zweiten Rang belegt hatte, testete der Kerpener zwei Mal sein neues Gefährt – samt neuer Bridgestone-Reifen. Insgesamt soll das Auto allerdings rund 1000 Testkilometer weniger auf dem Buckel haben als die eigentlich vorgesehenen 6000. Dennoch gibt sich Schumacher nach den Tests zuversichtlich: "Wir alle hatten dabei ein gutes Gefühl, auch wenn wir wissen, daß uns in Bahrain ein harter Wettkampf erwartet."

Wüstensand sorgt für Rutschgefahr

Wie schon zwei Wochen zuvor in Malaysia warten auf die Boliden und vor allem die Reifen auch auf der arabischen Halbinsel hohen Temperaturen. Hinzu kommt der Wüstensand, der von den Dünen auf den 5,417 km langen Bahrain Sakhir Circuit weht. "Die Strecke kann daher sehr stark verschmutzt sein", betont BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld. Der gebürtige Mönchengladbacher hat mit seinem dritten Rang hinter Alonso und Toyota-Pilot Jarno Trulli (Italien) in Malaysia Appetit auf mehr bekommen: "Nach meinem Podiumsplatz bin ich zuversichtlich", meinte der 27jährige.

Auch Landsmann und Team-Vorgänger Ralf Schumacher (29) weiß um die Tücken der Wüste: "Im Rennauto kann man dann schon mal leicht den Grip verlieren und schnell im Kiesbett landen", sagt der Toyota-Neuzugang, der mit vier Punkten derzeit WM-Achter ist – und damit drei Plätze vor seinem Bruder rangiert.

Derweil ist sich Alonso seiner neuen Rolle bewußt – der Rolle des Gejagten: "Alles wird nun erheblich schwieriger. In Bahrain sind wird das Ziel der Gegner", warnte der erste spanische WM-Spitzenreiter der Formel-1-Geschichte. Juan Pablo Montoya indes wird sich an der Jagd auf die Renaults nicht beteiligen. Der 29jährige Kolumbianer, der in wenigen Wochen Vater wird, ist wegen seiner beim Tennis zugezogenen Schulterverletzung nicht einsatzfähig. Stattdessen geht der spanische Testfahrer Pedro de la Rosa im zweiten Silberpfeil neben Kimi Räikkönen (Finnland) ins Rennen.

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