Facebook kauft Navigations-App Waze

Facebook kauft Navi-App Waze

— 10.05.2013

Facebook folgt Autofahrern

Facebook plant laut Medienberichten den Sprung ins Auto: Als nächster Riesen-Zukauf soll die Verkehrs-App Waze im Visier des weltgrößten Online-Netzwerks stehen.

(dpa) Facebook verhandelt laut Medienberichten über den Kauf der Navigations-App Waze für bis zu eine Milliarde Dollar. Bei Waze informieren sich die Nutzer untereinander über Staus, Unfälle oder Radarfallen. Die Unternehmen seien in ersthaften Gesprächen, die allerdings noch scheitern könnten, schrieben das "Wall Street Journal" und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am 10. Mai 2013. Zuvor war davon bereits in Medienberichten aus Israel die Rede.

Alpine CDE-178BT: Facebook im Auto

Das in Israel gegründete Start-up Waze hat nach bisherigen Informationen 40 bis 50 Millionen Nutzer. Die App gibt Routen-Anweisungen auf Basis von Nutzer-Informationen und funktioniert zugleich wie eine Art Online-Netzwerk für Autofahrer. Es ist einer der Apps, die Apple-Chef Tim Cook im Jahr 2012 als Alternative für den damals noch problembehafteten ersten eigenen Kartendienst des iPhone-Konzerns empfohlen hatte. Mit Waze könnte Facebook seine Mitglieder auch im Auto erreichen und die Nutzer-Basis erweitern. Zugleich könnte die App ein Kanal für ortsbezogene Werbung sein. Facebook würde mit dem Kauf von Waze auch den Kampf mit Google um Nutzerdaten weiter verschärfen: Die Kartendienste sind eines der zentralen Standbeine des Suchmaschinen-Riesen. "Karten spielen auf mobilen Geräten die selbe Rolle wie die Internet-Suche im Web", sagte Waze-Gründer Noam Bardin jüngst auf einer Technologiekonferenz. Auf Smartphones könne man mit lokaler Suche Geld verdienen. Waze finanziert sich hauptsächlich über ortsbezogene Werbung.  

Internet im Auto: Immer online – muss das sein?

Facebook richtet sein Geschäft derzeit konsequent auf Smartphones und Tablets aus, weil immer mehr der über 1,1 Milliarden Mitglieder das Online-Netzwerk von den mobilen Geräten aus nutzen. Facebook verdient sein Geld nach wie vor fast ausschließlich mit Werbung und muss mit neuen Anzeigen-Modellen erfolgreich sein.  Erreicht der Preis tatsächlich eine Milliarde Dollar, wäre das der teuerste Zukauf von Facebook. Die Übernahme der Fotoplattform Instagram sollte Facebook zwar ursprünglich auch soviel kosten. Wegen fallender Kurse der Facebook-Aktie war der Deal am Ende jedoch weniger als 800 Millionen Dollar wert.

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