Aston Martin V8 Vantage

Aston Martin V8 Vantage Aston Martin V8 Vantage

Facelift Aston Martin V8 Vantage

— 10.06.2008

Mehr Mumm

Die Form ist eigentlich nicht zu verbessern – also haben die Engländer dem Aston Martin V8 Vantage ein neues Leistungspaket geschnürt, das verlauten lässt: Der Vantage kann beides sein – Cruiser und echter Sportwagen.

Es kommt eigentlich nie vor, dass von einem Facelift nichts zu sehen ist. Doch in diesem Fall sagen wir: gut so – weil der V8 Vantage von Haus aus ein bildschönes Auto ist. In aufgewerteter Form präsentiert sich dagegen der technische Inhalt. Vor allem der neue 4,7-Liter-Motor glänzt in allen Lebenslagen. Die Leistung von 426 PS (statt 385) steht zwar erst bei 7000/min zur Verfügung, und der Drehmomentgipfel von 470 Nm (statt 417) thront bei 5750/min ebenfalls hoch über den Wolken. Trotzdem lässt sich der sämige V8 auch schaltfaul bewegen. Ein klarer Fall von zwei Seelen in einer Brust: entspannter Cruiser und kerniger Sportwagen. Vom Bilstein-Fahrwerk gibt es auf Wunsch eine Sportvariante. Erster Eindruck: ordentlicher Grundkomfort trotz insgesamt strafferer Abstimmung, sehr dynamisch und dennoch ausreichend schluckfreudig. Gewonnen hat auch die Lenkung, die mehr Fahrbahnkontakt vermittelt, ohne giftiger zu wirken.

Sportwagen mit Suchtpotenzial

Den Motor haben sich die Briten gründlich vorgenommen.

Das Sportshift-Getriebe schaltet im Komfort-Modus jetzt etwas sanfter und hält auf Befehl vor Kurven oder auf Bergab-Passagen den eingelegten Gang. Das Automatikprogramm ist freilich nach wie vor eine unharmonische Notlösung, bei niedrigem Tempo gerät der Kraftfluss schon mal ins Stocken. Das Suchtpotenzial des neuen V8 Vantage zeigt auf Autobahn und Landstraße gleichermaßen Wirkung. Das 1630 Kilo schwere Coupé ist auf Wunsch bis zu 288 km/h schnell, spurtet in 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h und konsumiert im Mix 13,2 Liter. Der Schönling liegt satt und tief auf der Straße. Das Handling ist anfangs neutral, doch bei vollem Leistungseinsatz spielt stets das Heck die erste Geige. Wenn wir noch drei Wünsche äußern dürfen, dann nach einer im Ansatz bissigeren Bremse, einer mutigeren ESP-Sport-Zwischenstufe wie im DBS und einem souveräneren Getriebe. Beim Preis gibt es leider kein Wunschkonzert: Er startet bei 114.000 Euro.

Fazit von AUTO BILD-Autor Georg Kacher

Selten war die Botschaft so klar: Der Motor ist eine Wucht, das Fahrwerk hat gewonnen und beim Getriebe besteht nach wie vor Nachholbedarf. Dass wir kein Wort über die Form verlieren, hat einen ganz einfachen Grund: Der kleine Aston Martin ist ein verdammt hübscher Kerl. Und daran krittelt man nicht herum.
Aston Martin V8 Vantage
Motor/Hubraum V8/4735 cm3
Leistung 313 kW/426 PS
Drehmoment bei U/min 470 Nm bei 5750/min
0–100 km/h 4,8 s
Höchstgeschwindigkeit 288 km/h
Verbrauch (l/100 km) 13,2 l Super plus/100km
CO2-Emission 312 g/km
Preis ab 114.000 Euro
Plus rassige Form, stark verbesserter Motor, souveräne Fahrleistungen
Minus Getriebe mit Kompromissen, knappes Raumangebot, hoher Volllastverbrauch
Note 2+

Autor: Georg Kacher

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