Facelift Citroën C3

Citroën spendiert seinem C3 ein Facelift Citroën spendiert seinem C3 ein Facelift

Facelift Citroën C3

— 14.12.2005

Ein französischer Charmeur

Angehübscht und aufgewertet: Der überarbeitete Kleinwagen des PSA-Konzerns ist nicht nur äußerlich eine runde Sache – vor allem die Sicherheitsausstattung überzeugt.

Knuffiges Köpfchen: überarbeitete Front

Frauenherzen fliegen dem Citroën C3 ja ohnehin gleich reihenweise zu. Die rundlichen Formen mit dem verschmitzten Lächeln bewegen die holde Weiblichkeit nicht selten zu mehr oder weniger poetischen Temperamentsausbrüchen wie: "Einfach knuffig, diese Knutschkugel von Citroën!"

Jetzt haben die Franzosen diesem Sympathieträger eine Runderneuerung spendiert, damit der Schönling im harten Kampf, der im Kleinwagen-Segment tobt, auch weiterhin bestehen kann. Es fällt sofort die veränderte Front ins Auge. Den Kühlergrill zieren jetzt drei statt vier Lamellen, und der vordere Stoßfänger hat einen größeren Lufteinlass. Dadurch hängt das Nummernschild etwas tiefer, was für einen dynamischeren Auftritt sorgt. Hinten sind die Änderungen gering. Die neuen Rüclichter haben nun in der Mitte ein Klarglas-Element.

Kontrast: Alu-Optik im Kunststoff-Cockpit

Im Innenraum wurde schon deutlich stärker mit dem Skalpell hantiert. Vor allem das Cockpit ist sichtbar aufgewertet. Das Radio in der Mittelkonsole und die Belüftungen sind mit Blenden in Aluminium-Optik eingefasst. Auch die Verarbeitungsqualität ist besser. Die Spaltmaße stimmen und von Klappern bzw. schlecht montierten Teilen keine Spur.

Haptik-Fans werden aber nach wie vor enttäuscht. Weiterhin regiert schnödes Hartplastik. Immerhin gibt es bei den Sitzen neue Bezüge, das Multifunktions-Instrument wurde mit weiteren digitalen Anzeigen versehen. Die Fernbedienung des Radios erfolgt nun via Hebel, was kein Fortschritt gegenüber der Lenkrad-Variante ist.

Über jeden Zweifel erhaben ist die Ausstattung. ABS, ein Bremsassistent, vier Airbags, eine Isofix-Kindersicherung und eine getrennt umklappbare Rückbank gibt's serienmäßig. Wählt man eine der höherwertigen Ausstattungslinien, die aber zum Teil nur für die Modelle mit stärkeren Motoren zur Verfügung stehen, kommt man in den Genuß von Annehmlichkeiten wie das automatische Einschalten des Abblendlichts, einen Regensensor, der den Scheibenwischer aktiviert und weitere Airbags. Das Fahrsicherheitsprogramm ESP ist für den 1,4-Liter-Diesel gegen Aufpreis verfügbar. Ein echtes Sicherheits-Plus!

Knutschkugel mit klasse (Fahr-)Komfort

Dank der Kugelform bietet der C3 vorn auch großgewachsenen Menschen viel Platz und Kopffreiheit. Im Fond geht es dann ein bißchen enger zu, aber immer noch auf klassenüblichem Niveau. Nervig ist die Verstellung der Rückenlehne. Dazu sind Verrenkungen nötig, und bis man den richtigen Neigungswinkel gefunden hat, vergeht schon einige Zeit.

Dafür zeigt der Franzose auf der Straße dann gleich, was Sache ist. Der Komfort ist wirklich klasse. Was man von der Fünfgang-Automatik nicht unbedingt behaupten kann. Sie agiert unharmonisch und nervös, was nicht selten zu einem kollektiven Kopfnicken aller Insassen führt. Außerdem dauern die Gangwechsel ganz einfach viel zu lange.

Auch bei den Motoren ist noch Raum für Verbesserungen. Der 1,4-Liter-Diesel mit 50 kW (68 PS) läuft kultiviert, wirkt aber etwas schlapp. Das kann man vom 1,6 Liter-Benziner mit 80 kW (109 PS) nicht behaupten. Allerdings wird er im höheren Drehzahlbereich etwas brummig. Gut: Alle Motoren erreichen die Euro-4-Norm.

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