Facelift Mercedes E-Klasse

Mercedes-Benz E-Klasse ab 2006 Mercedes-Benz E-Klasse ab 2006

Facelift Mercedes E-Klasse

— 11.04.2006

Besser, aber nicht teurer

Nach vier Jahren frischt Mercedes die E-Klasse auf. Was außen nur dezent zu sehen ist, zeigt sich bei der Technik um so mehr. Das Schönste: Vier- und Sechszylinder gibt's zum alten Preis.

In sechs Wochen ist es soweit: Dann steht die neue E-Klasse beim Händler. Wobei neu etwas übertrieben ist. Es ist ein Facelift, das dem Stuttgarter Volumenmodell den dringend benötigten neuen Schwung verleihen soll. Immerhin 2000 Verbesserungen verspricht Mercedes im Vergleich zum Vorgänger; wir konzentrieren uns hier auf die wichtigsten.

Punkt eins: die Optik. Sie ist schnell abgehakt. Größerer Grill, frisch modellierte Stoßfänger, neue Spiegel und anders getönte Rückleuchten. Dazu eine breitere Chromleiste am Kofferdeckel – das war's. Zweite Neuerung: der Innenraum. Auch hier halten wir uns nicht lange auf. Feinere Materialien, neues Multifunktions-Lenkrad, geänderte Klimabedienung, neue Zierhölzer.

Modifizierung Nummer drei: die Technik. Und jetzt wird's spannend. Fahrwerk knackiger abgestimmt, Lenkung direkter, neue Bremse. Statt der störanfälligen SBC-Anlage arbeitet im neuen Modell wieder ein überwiegend hydraulisches System, das mit Zusatzfunktionen wie regelmäßigem Trockenbremsen der Scheiben bei Nässe und einem Rückroll-Stopper (fürs Anfahren am Berg) aufgewertet wird. Die neue "Adaptive Brake" bietet zusätzlich eine Notbremsanpassung, die präventiv den Druck im Hydraulik-System erhöht. Und mit pulsierendem Bremslicht den nachfolgenden Verkehr warnt.

Die vierte Änderung gilt der Sicherheit. Droht ein Unfall, rückt das aus der S-Klasse bekannte "Pre-Safe" den Beifahrersitz in eine optimale Position, schließt wie von Geisterhand Fenster und (falls vorhanden) Schiebedach, spannt die Sicherheitsgurte. Kommt es zum Aufprall, pressen sich aktive Kopfstützen fest an den Hinterkopf der vorderen Passagiere, wirken so gegen Schleudertrauma. Und jetzt dazu die beste Nachricht: Pre-Safe ist in der neuen E-Klasse serienmäßig.

Gekoppelt an die Funktion der (aufpreispflichtigen) Bi-Xenon-Scheinwerfer ist das Intelligent Light System. Eine Weltneuheit. Sie wechselt außerhalb der Ortschaften automatisch Lichtstärke und Leuchtweite. Dafür werden die äußeren Scheinwerfer blitzschnell verstellt. Auch das bereits bekannte Kurven- und Abbiegelicht präsentiert sich verbessert. Wer genau hinschaut, kann die neuen Scheinwerfer an den oberen Glaslamellen auf den Hauptscheinwerfern erkennen.

Neuerung Nummer sechs blüht ebenso im verborgenen, dürfte für viele aber die wichtigste sein: die Motoren. Wobei "neu" eigentlich nur für zwei Typen gilt: den E 500 und den E 63. Die übrigen Aggregate wurden für die E-Klasse modifiziert. Insgesamt gilt: Es gibt mehr Kraft. Reichte die Palette bislang von 122 bis 476 PS, wird jetzt bei 136 PS angeblasen und erst bei stürmischen 514 PS (E 63 AMG) abgewinkt.

Im einzelnen: Die Modellreihe startet mit dem E 200 CDI und 136 PS, es folgt der E 220 CDI mit 170 PS. Der ohnehin üppige 320 CDI legt in den Varianten ohne Allrad um 30 Newtonmeter Drehmoment zu (jetzt 540 Nm). Danach kommt der E 420 CDI mit 314 PS. Für die Benziner bedeutet die neue Saison ebenfalls ein besseres Fitness-Niveau. Gestartet wird mit dem E 200 Kompressor und 184 PS. Darüber folgen E 280 und E 350. Heftig zugelegt hat der E 500, kommt jetzt auf 388 PS, wird nur vom E 63 AMG mit 514 PS übertroffen.

Unübertroffen bislang auch die Stuttgarter Preispolitik. Doch hier scheint eine Umkehr in Sicht: Die E-Klasse wird generell nicht teurer, lediglich die Achtzylinder fordern mehr. Sie können es auch am ehesten verkraften.

Autor: Jan Horn

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