Facelift Mercedes S-Klasse

Facelift Mercedes S-Klasse (2009) Facelift Mercedes S-Klasse (2009)

Facelift Mercedes S-Klasse

— 08.04.2009

Feinschliff fürs Flaggschiff

Ab Juni 2009 gibt es die S-Klasse in aufgefrischter Form. Äußerlich tut sich recht wenig, unterm Blechkleid dafür umso mehr: Jede Menge Hightech zieht ein – aus dem kleinen Bruder E.

Wo die S-Klasse ist, da ist oben – das schuldet Mercedes dem Namen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass für Luxusautos die Luft im Moment dünner ist. Die Zeiten werden auch wieder besser. Und die Strategen in Stuttgart sind gut beraten, ihre Flaggschiffe weiter zu pflegen. Was den Auftritt betrifft, fällt die Auffrischung markentypisch dezent aus. Der Grill der Mercedes S-Klasse präsentiert sich nun stärker gepfeilt. Und weiter unten fallen eine durchgehende Chromleiste sowie Doppelscheinwerfer für Tagfahr- und Nebellicht auf. Bi-Xenon-Lampen sind künftig Serie, adaptives Fernlicht gibt es gegen Aufpreis. Wer sich das LED-Licht-Paket gönnt, erhält einen etwas anderen Look mit breiten LED-Leisten vorn und LED-Rückleuchten.

Mercedes konzentriert sich auf technische Frischzellen

In puncto Optik hat es sich damit weitgehend. Ansonsten konzentriert sich Mercedes auf technische Frischzellen. Alle Assistenzsysteme, die dem E-Klasse-Fahrer zur Seite stehen, halten nun auch in der S-Klasse Einzug. Am Chassis wurde ebenfalls gefeilt: Das ABC-Fahrwerk (Serie im S 600) bekommt als zusätzliche Funktion eine Seitenwindstabilisierung, und die Elektronik fördert die Agilität, indem sie bei forcierter Fahrt das kurveninnere Rad abbremst – die Hightech-Variante des alten Handbremsentricks. Außerdem kommt der Fahrer in den Genuss der Direktlenkung.

Die LED-Rückleuchten gibt es beim S 400 Hybrid und beim S 600 serienmäßig, sonst nur gegen Aufpreis.

Natürlich aktualisiert Mercedes auch die Motoren der allesamt 250 km/h schnellen S-Klassen. Die Dieselvarianten heißen nun S 350 CDI Blue Efficiency (235 PS) und S 450 CDI (320 PS), die Benziner wie bisher S 350 (272 PS), S 450 (340 PS), S 500 (388 PS) und S 600 (517 PS), alle nach wie vor ohne Direkteinspritzung. Ganz neu ist der S 400 Hybrid mit 3,5-Liter-V6-Benziner (279 PS), flankiert von einem 20 PS starken Elektromotor, den eine Lithium-Ionen-Batterie speist. Lohn der Mühe: 7,9 l/100 km im Verbrauchszyklus – der alte S 350 (272 PS) brauchte satte 2,2 Liter mehr. Die Sinnfrage beantwortet der US-Markt: Dort kostet Diesel erheblich mehr als Benzin, und auch die geringeren Stickoxid-Emissionen sprechen für das Hybridmodell.
Wolfgang König

Wolfgang König

Fazit

Wenig Firlefanz, stattdessen handfester Fortschritt – nach vier Jahren hat die S-Klasse dieses Facelift verdient. Nur die Direkteinspritzer- Benzinmotoren vermissen wir. Die kommen erst 2010.

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