Fahlke Larea GT1 S7: Fahrbericht — 19.08.2011
Tief-Fliegengewicht mit 560 PS
Wenig Gewicht, einstellbares Fahrwerk und ein bewährter Ami-V8 in Mittellage – damit bringt der Fahlke Larea GT1 S7 Rennsportgefühle auf die Straße. AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteur Ralf Kund hat sich ihnen hingegeben.
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Der Kopf sucht nach irgendwelchen Erfahrungen mit ähnlichen Werten, bleibt bei einem Le Mans-tauglichen Einzelstück hängen und versetzt schon mal eine mittlere Dosis Adrenalin in Alarmbereitschaft. Mein Beifahrer Markus Fahlke, Vater des Larea GT1 und Chef der Sportwagenschmiede M-Racing, legt den Kippschalter für die Benzinpumpe um, der rote Startknopf wird gedrückt, und 560 nervöse Pferde scharren ungedämpft mit harten Hufen. "Den Motor beziehen wir vom amerikanischen V8-Spezialisten Mast-Performance", erklärt Fahlke. Die haben sich auf die LS-Motorenfamilie von GM spezialisiert, bekannt aus der Corvette und in den USA gern im Motorsport eingesetzt. "Wir verbauen ausschließlich deren Black-Label-Aggregate", sagt Fahlke – ein Gütesiegel.
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Ab 2008 ging es dann an die komplette Eigenentwicklung des Larea. Ein Umstand kam Fahlke dabei besonders zugute: Im Hauptberuf ist er Chef einer Firma, die mit der Automatisierung von Pipelines weltweit erfolgreich ist. "Wir haben hier alle technischen Möglichkeiten", erklärt Fahlke. Vom Fräsen, Schweißen, Elektronik-Know-how bis zur Kohlefaser-Verarbeitung. Sogar ein Autoklav steht zur Verfügung, in dem die Karbonteile gebacken werden können. Schon die ersten, nicht sehr schnellen Meter in der Flunder zeigen: Das ist ein Rennwagen für die Straße. Die Lenkung ist ultradirekt und arbeitet ohne Servounterstützung, die Karbon-Kupplung geht streng, und das Fahrwerk tendiert gegen hart. "Das ist die Konfiguration für schnelle Runden. Prinzipiell ist alles einstellbar, bis zu den Rückstellkräften der Lenkung."Der erste beherzte Tritt auf das rechte Pedal trommelt die bereitstehenden Adrenalin-Legionen zum Einsatz. Der großvolumige Motor dreht hoch wie eine Turbine, der Schub ist extrem gewaltig und erfordert eine ständige Kontrolle der Maximaldrehzahlen auf dem digitalen Renndisplay, über das auf Wunsch auch Rundenzeiten oder G-Kräfte abgelesen werden können. Drei Sekunden gibt M-Racing für den Spurt auf 100 km/h an, was man sofort glaubt. Doch auf dem engen Kurs in Lüneburg ist das Vergnügen immer nur kurz. "Auf Wunsch bauen wir auch 1000-PS-Aggregate mit 1400 Nm ein", sagt Fahlke. Was damit geht, ist nur vage vorstellbar. Nach ein paar zügigen Runden offenbart sich der Larea GT1 als ernsthafter, wenn auch kompromissloser und besser mit einer gewissen Abgeklärtheit und Erfahrung zu genießender Racer mit Straßenzulassung für versierte Fahrer. Elektronische Hilfsmittel gibt es nicht, dafür jede Menge Spaß an der reinen Lee/hre. Denn der Larea ist alles andere als ein weichgespülter Supersportler. Hier spürt man, was man hat. Und auch, was man kann. Oder nicht. Ein eindrucksvolles Erlebnis ist der Larea in jedem Fall.
| Technische Daten | Fahlke Larea GT1 S7 |
|---|---|
| Motor | V8 |
| Einbaulage | Mitte längs |
| Hubraum | 7190 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 404 (560)/7100 |
| Nm bei 1/min | 668/6500 |
| Antriebsart | Hinterrad |
| Getriebe | 6-Gang manuell |
| Leergewicht/Zuladung | 969/350 kg |
| 0–100 km/h | 3,0 s |
| 0–200 km/h | 8,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 349 km/h |
| Preis in Euro | 281.000 |
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Kommentare zum Artikel (7)
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hat Anleihen von einer Hinterhofbastelkiste, geht gar nicht. Macht den Eindruck als ob die Herren ihr Handwerk nicht vollends beherrschen, nicht nur designmäßig sondern auch handwerklich betrachtet.
Die Kanzel ist vom Ultima (Fahrwerk und Rahmen wohl auch), Formen sind von Steathcars (bankrott). Die wollten 90.000 Pfund dafür und es wollte keiner kaufen obwohl das Auto dort im Detail wesentlich besser und ausgereifter war als der Larea GT7 LS1 RS.
Viel Glück mit der Totgeburt Herr Fahlke. Das Auto ist zum dem Preis nicht zu vermarkten. Der McLaren MP4 kostet 200.000 und ist welten besser und lässt sich auch wieder verkaufen.
bei dem preis keine servolenkung? halleluja mein fiat panda um 9.000 euro hat keine, aber bei dem ist es auch akzeptabel, nicht bei so einem teuren auto
affig bei so einem auto die luftein- bzw ausauslässe vor/hinter den radkästen nur aufzumalen. Design ist da generell keines vorhanden, außer hier und da der Aerodynamik Tribut zu zollen. Schade, gerade bei solchen Exoten kann und sollte man sich desighntechnisch mal richtig aus dem Fenster lehnen!
aber der Sieg geht an den Golf GTI. Der ist der bessere Allrounder. Und vor allem: den kann auch die Omma fahren...