Fahranfäger

Fahranfänger

— 08.10.2007

Wer trinkt, zahlt drauf

Schluss mit lustig – Null Promille für junge Leute: Wer sich nicht dran hält, fängt sich mit Bußgeld und Nachsitzen ernste Strafen ein. Die Vernunft hat nun Vorfahrt, das ist jetzt klar geregelt.

Schluss mit lustig: Für junge Autofahrer und alle Führerschein-Neulinge haben sich die Zeiten geändert. Mal eben ein kleines Pils in der Disco und anschließend hinters Steuer? Fehlanzeige! Denn jetzt heißt es für Fahranfänger aller Führerscheinklassen: null Promille. Bislang gab es für sie keine Sonderregeln, es galt die allgemeine Grenze von 0,5 Promille. So sehen die neuen Bestimmungen aus: • Null Promille am Steuer gilt für alle Fahrer unter 21 Jahren sowie für alle Führerscheinneulinge in ihrer zweijährigen Probezeit. Beispiele: • Wer bereits mit 17 den Führerschein für das begleitete Fahren macht und mit 19 seine Probezeit absolviert hat, muss sich bis 21 weiter an das absolute Alkoholverbot am Steuer halten.

• Aber auch für denjenigen, der seinen Führerschein etwa erst mit 30 erwirbt, gelten in der zweijährigen Probezeit die null Promille. Wer gegen die Vorschriften verstößt, verliert zwar nicht sofort seinen Führerschein – die Strafen sind aber dennoch hoch: • 125 Euro Bußgeld und zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei sind es in jedem Fall. • Falls der Fahrer noch in der Probezeit ist, verlängert sich diese sofort um weitere zwei Jahre – und damit natürlich auch der Zeitraum des Alkoholberbots. • Außerdem wird der Sünder zu einem speziellen Aufbauseminar verdonnert. Das läuft in der Fahrschule – und ist mit Kosten von 200 bis 300 Euro ein teurer Spaß für Schüler und Azubis.

• Wer das dritte Mal gegen die neuen Regeln verstößt, verliert seinen Führerschein. • Bei 0,5 Promille und mehr sind die für alle Autofahrer gültigen Strafen fällig: 250 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot, vier Punkte. • Beim begleiteten Fahren (Führerschein mit 17) gelten die neuen Alkoholregeln nur für den Führerscheinneuling, nicht aber für die eingetragenen Begleiter. Fazit: Vernunft hat Vorfahrt, das ist jetzt klar geregelt.

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