Tempomat in einer Mercedes B-Klasse

Fahrassistenten: Studie

— 01.08.2013

Tempomat macht unaufmerksam

Elektronische Helferlein wie ein Tempomat oder ein Geschwindkeitsbegrenzer können die Aufmerksamkeit beim Autofahren mindern. Das zumindest hat eine neue Studie aus Frankreich herausgefunden.

Es ist so schön bequem: Ein Knopfdruck, und das Auto hält automatisch die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung ein. Doch Vorsicht: Ein Tempomat kann den Fahrer unaufmerksam machen und in Gefahr bringen, wenn die Geschwindkeit reduziert werden muss. Das hat der französische Autobahnbetreiber "Vinci Autoroutes" in einer neuen Studie herausgefunden. Demnach kann die Reaktionszeit beim Bremsen, beispielsweise an einem Stauende, um eine Sekunde länger sein. Dies mache bei Tempo 130 einen verlängerten Bremsweg von 40 Metern aus.

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Zudem fördere der Tempomat die Faulheit am Steuer, so die Studie, die von der Universität Straßburg durchgeführt wurde. Der Kurs werde generell seltener korrigiert, beim Überholen werde sowohl beim Aus- als auch beim Einscheren der Abstand zum überholten Fahrzeug kleiner. Hinzu kämen zunehmend längere Müdigkeitsphasen nach einer Stunde Fahrtzeit (plus 25 Prozent). Auch bei einem Geschwindigkeitsbegrenzer, der das Tempo abriegelt oder beim Überschreiten Alarm schlägt, sind die Probleme laut Studie erkennbar – wenn auch in abgeschwächter Form. Als Konsequenz raten die Wissenschaftler zu einem dosierten Einsatz der Fahrassistenten und mehr Pausen bei längeren Reisen. In Gefahrenzonen wie Baustellen oder vor Mautstationen sollten die kleinen Helferlein abgeschaltet bleiben.

BASt-Studie: Elektronische Helfer sind ungefährlich

Im Frühjahr 2010 hatte die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in einer ersten Untersuchung keine gefährlichen Veränderungen des Fahrverhaltens mit Tempomat oder Abstandsregler festgestellt. Allerdings gab es auch damals Hinweise, dass die Geschwindigkeit mit Tempomat und ACC (Adaptive Cruise Control) verzögert angepasst wird.

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