Fahrbericht Alfa 159 Sportwagon

Alfa 159 Sportwagon Alfa 159 Sportwagon

Fahrbericht Alfa 159 Sportwagon

— 23.02.2006

Auf Design getrimmt

Alfa Romeo bleibt sich treu: Sportlicher Schick ist den Italienern wichtiger als praktische Lösungen. So auch beim neuen 159 Sportwagon.

85 Liter mehr Kofferraum als im Vorgänger

/ Von Margret Hucko Typisch Alfa Romeo. Alles ist auf Design getrimmt. Die durchsichtigen Stühle, die leuchtend roten Kugelschreiber, die bereitliegen zur Pressekonferenz im Palazzo Ducale, einem königlichen Prunkbau in der Hafenstadt Genua. Seit September 2005 verkauft Alfa die Limousine 159, am 25. März 2006 folgt die Kombiversion, die traditionell Sportwagon heißt. Hunderte von Journalisten aus aller Welt warten auf das neue Heck des 159. Unter Kronleuchtern, schwer wie Lkw.

Das Warten hat sich gelohnt. Der Sportwagon nimmt ein schönes Ende. Wuchtiger als sein Vorgänger, insgesamt etwas runder, dafür auch mit mehr Fassungsvermögen. Plus 85 Liter im Vergleich zum 156 (jetzt 445 Liter), plus mehr Platz für alle Passagiere. Im Fond fühlt sich der 159 jetzt so groß an wie ein Audi A4 Avant. Der gehört auch zu den erklärten Gegnern, ebenso wie ein BMW 3er Touring.

Deshalb auch der Name "Sportwagon" und nicht "Kombi". Alfa bleibt sich selbst treu, legt mehr Wert auf sportliches Design statt auf praktische Lösungen. Zwar sorgen mehrere Ablageflächer im Kofferraum für Ordnung, aber wer einladen will, muß erst eine hohe Ladekante überwinden. Was soll's, werden Alfa-Fahrer sagen. Wer schön sein will, muß eben immer noch ein bißchen leiden.

Motorisierungen und Preise

Echte Alfisti interessiert ohnehin mehr, was vorne passiert. Das Cockpit läßt sich mit Leder und allerlei Extras tunen. In der Luxusversion Distinctive ist ohnehin schon fast alles an Bord. Wie beim Vorgänger auch, zielen im 159 die Instrumente Richtung Fahrer, der mit einer direkten Lenkung durchs Leben steuert.

Zur Serienausstattung gehört eine Sechsgang-Schaltung, die mit ihrem knackigen Schalthebel kurze Wege verspricht – in der Praxis fallen die aber eine Spur länger aus als erwartet. Das Fahrwerk stimmten die Ingenieure straff ab, die Karosserie ist extrem verwindungssteif. Mindestens 27.150 Euro wird der Sportwagon kosten, ausgerüstet mit 120 Diesel-PS. Außerdem stehen drei Benziner (160, 185 und 260 PS) und zwei weitere Selbstzünder (150, 200 PS) zur Wahl.

Autor: Margret Hucko

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