Fahrbericht Audi A5 Cabrio

Fahrbericht Audi A5 Cabrio Fahrbericht Audi A5 Cabrio

Fahrbericht Audi A5 Cabrio

— 23.02.2009

Erster Ausflug im offenen Audi A5

Feine Gesellschaft für Audi A3 Cabriolet und Audi TT: Die Ingolstädter bauen ihre Open-Air-Familie aus. Ab Mai 2009 wird das neue A5 Cabrio ausgeliefert. Hier erste Fahreindrücke.

Es sieht (noch) nicht so aus – aber der nächste Sommer steht vor der Tür. Pünktlich für erste Touren im Sonnenschein kommt das neue Audi A5 Cabrio. Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern wie BMW 3er Cabrio oder Volvo C70 trägt der offene Audi kein Stahlklappdach, sondern eine gut gefütterte Stoffmütze. Audi bleibt damit seiner Linie treu. Auch das A3 Cabrio, der TT Roadster sowie der für 2010 geplante R8 Roadster werden von einem klassischen Stoffverdeck bedeckt. Im Falle des neuen A5 Cabriolets öffnet es in nur 15 Sekunden – und das sogar während der Fahrt bis Tempo 50. Ein Knopfdruck genügt, die Scheiben surren herunter, das Dach legt sich in ein kleines Fach über dem Kofferraum. Ist das Faltverdeck geschlossen, lässt sich dieses Fach, das etwa zehn Zentimeter in den Kofferraum (320 – 380 Liter) ragt, mit einem Handgriff hochklappen. Dann passen sogar mehrere Getränkekisten darunter. Sollten noch sperrigere Dinge transportiert werden, können die beiden Rücksitzlehnen vom Kofferraum aus mit je einem Handgriff entriegelt und umgeklappt werden. Praktisch für Golfbags, Drachen oder das Mountain-Bike.

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Das Platzangebot im Fond fällt wie bei allen Cabrios in dieser Liga recht dürftig aus. Vor allem an Knien und Füssen wird für Erwachsene im 4,63 Meter langen Audi A5 Cabrio eng. Vorn hingegen sitzen selbst Zwei-Meter-Männer bestens. Die bequemen Sitze geben viel Seitenhalt, engen aber nicht ein. Die tiefe Sitzposition gibt dem offenen A5 wie schon dem Coupé einen sportlichen Touch. Besonders ältere Passagiere dürften damit aber Probleme beim Ein- und Aussteigen bekommen. Clou in den Sitzen ist die optionale Kopfheizung. Warme Heizungsluft (Stärke ist regulierbar) verdrängt den mitunter frischen Fahrtwind. Mit diesem System, das Mercedes im SL und im SLK einsetzt, wird die Cabrio-Saison deutlich verlängert. Dabei kann auch das serienmäßige Windschott helfen, das ansonsten zusammengeklappt unterm Kofferraumboden schlummert. Es ist mit wenigen Handgriffen ausgeklappt und montiert.

Der 2,7-Liter-Diesel überzeugt im Sprint und überrascht mit Vibrationen

Der starke Bruder: Topmodell der offenen A5-Baureihe wird das S5 Cabrio mit aufgeladenem Dreiliter-V6 (333 PS).

Weniger überzeugend: der 2,7 Liter große Common-Rail-Diesel. In Verbindung mit der uns bei den ersten Testfahrten zur Verfügung gestellten stufenlosen Multitronic-Automatik wirkt der Sechszylinder vor allem bei höheren Drehzahlen wie zugeschnürt. Bei wenig Umdrehungen kann der Diesel hingegen seine Stärken voll ausspielen: spurtstark, kräftig, potent (0-100 km/h in 8,6 Sekunden, 230 km/h Spitze) – und sparsam (6,2 Liter, 164 g/km CO2). Allerdings nerven leichte, aber ständige Vibrationen. Sie sind beim Ampelstopp deutlich am Lenkrad zu spüren, während der Fahrt am wackelnden Rückspiegel zu sehen. Am Fahrwerk kann das nicht liegen. Federung und Dämpfung wurden gegenüber dem Audi A5 Coupé spürbar komfortabler ausgelegt. Schließlich ist das Cabrio auch eher fürs gemütliche Gleiten gedacht. Obwohl auch mit ihm eine wilde Kurvenhatz möglich ist.

Wegen der besseren Kraftübertragung sollte man dann allerdings statt des Front- den Audi-typischen Allradantrieb quattro wählen. Der treibt den Preis dann aber noch weiter nach oben. Das gefahrene A5 Cabrio 2,7 TDI mit Multitronic-Automatik kostet 46.750 Euro. Viel Geld, aber gemessen an den vergleichbaren Konkurrenten BMW 325d Automatik (49.590 Euro) und Mercedes CLK 320 CDI 7G-Tronic (53.521 Euro) fast ein Schnäppchen. Unser Tipp: aufs Audi A5 Cabrio mit Basis-Benziner (160 PS) für 37.300 Euro warten. Der kommt im Sommer 2009 und reicht völlig aus. Wer es richtig knattern lassen will, muss auf diesen Betrag noch ordentlich was drauflegen: Das Topmodell S5 Cabriolet gibt es ab 61.400 Euro. Unter der Haube: der bekannte aufgeladene Dreiliter-V6 mit 333 PS.

Autor: Carsten Paulun

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