Fahrbericht Audi Q7 3.0 TDI clean diesel — 25.06.2009
Saubermann
Von wegen Umweltschädling: Für nur 2000 Euro Aufpreis gibt's jetzt den Audi Q7 3.0 TDI als clean diesel. Der erfüllt jetzt schon Euro 6, und beruhigt damit auch das Umweltgewissen.
Die allgegenwärtige Umwelt- und Wirtschaftskrisenpropaganda zeigt Wirkung: Speziell große Autos, die kaum vom Abwrackprämien-Strohfeuer erfasst werden, verkaufen sich eher schleppend. So geht auch die Nachfrage nach dem großen
Audi Q7 zurück – nicht allein, weil ihm der kleine Bruder
Q5 Käufer wegnimmt. Zeit für ein Facelift. Das Umweltgewissen beruhigt der neue TDI clean diesel, der mit SCR-Kat nicht nur voll USA-kompatibel ist, sondern auch schon die künftige Euro 6-Abgasnorm erfüllt. Wenn Motoren auf niedrigeren Schadstoffausstoß getrimmt werden, hatte das bisher fast immer eine schlechtere Fahrbahrkeit und einen erhöhten Verbrauch zur Folge. Anders beim "Ei des Kolumbus" gegen die speziell bei Dieselmotoren auftretenden Stickoxidemissionen: dem SCR-Kat mit Harnstoffeinspritzung. Dabei werden mit der so genannten Selektiven Katalytischen Reduktion (SCR) rund 90 Prozent der schädlichen der bei hohen, wirtschaftlichen Verbrennungstemperaturen entstehenden Stickoxide in Wasserdampf und harmlosen Stickstoff zerlegt. Nötig ist dazu Ammoniak, der aus der fein dosiert ins Abgas eingespritzten Harnstofflösung namens Ad-Blue gewonnen wird.
Der Sechszylinder-Diesel reagiert überdurchschnittlich angenehm
Das AdBlue-Additiv wird hinter der Tankklappe nachgefüllt; der Vorrat hält stets bis zur nächsten Wartung.
Diese Technik ist seit Jahren in Lastwagen und Bussen bewährt; einer der Vorteile ist, dass man die zur Stickoxid-Reduzierung bisher ausschließlich benutzte Abgasrückführung schwächer auslegen kann. Das erhöht die Motoreffektivität und verbessert das Ansprechverhalten. Der
Audi Q7 TDI clean diesel hat daher einen um 0,2 l/100 km reduzierten Normverbrauch und einen entsprechend um 5 g/km geringeren CO
2-Wert. Ein verbessertes Ansprechverhalten kann man eher ahnen als spüren. Der Sechszylinder-Diesel reagierte hier auch bisher schon überdurchschnittlich angenehm. Untergebracht ist das Additiv in zwei Behältern links und rechts des normalen Dieseltanks. Der linke wird beheizt, um das AdBlue auch bei strenger Winterkälte fließfähig zu halten. Befüllt werden beide Behälter über einen zusätzlichen Stutzen hinter der Tankklappe; der Fahrer braucht sich darum nicht zu kümmern – der Vorrat reicht von einer Inspektion zur nächsten.
| Technische Daten Audi Q7 3.0 TDI clean diesel |
| Motor |
V6-Zyl.-Turbodiesel, vorn längs; el. gereg. Common-Rail-Direkteinspr. |
| Kat |
DeNOx-Kat mit Harnstoffeinspritzg |
| Hubraum |
2967cm³ |
| Leistung |
176 kW/240 PS bei 4000–4400/min |
| max. Drehmoment |
550 Nm bei 2000–2250/min |
| Schaltung |
6-Stufen-Automatik o. Geländeunters. |
| Aufhängung |
Einzelradaufh., Schraubenfedern (a. W. Luftfedern) v. u. h. |
| Bremsen |
innenbel. Scheibenbr. v. u. h. |
| Reifen |
235/60 R 18 (max: 275/45 R 20) |
| Länge/Breite/Höhe |
5089/1983/1697–1772 mm |
| Radstand |
3002 mm |
| Leergewicht |
2345–2375 kg |
| Zuladung |
725–825 kg |
| Anh.-Last |
3200–3500 kg |
| Kofferraum |
330-2035 l |
| Tank |
100 l |
| 0–100 km/h |
in 8,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit |
210–216 km/h |
| Normverbrauch |
8,9 l Diesel/100 km |
| CO2-Ausstoß |
234 g/km |
| Preis |
54.700 Euro |
Kommentare zum Artikel (7)
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Hi kann mir jemand sagen was besser wäre der Clean Diesel oder der Normale beim Q7
Ich bin schon sehr lange am überlegen was ich mir nehmen soll.?.
Nur für mein Gewissen 2000 mehr ausgeben , ist auch nicht wenig .
Die frage stellt sich was wird der Q7 im wiederverkauf sein nach 2-3 Jahren.
Bin für alle Tips zu haben Danke
wieso werden außerdem nur die autofahrer so hart ran genommen und für die ganzen braunkohlewerke und riesigen anlagen der industrie (chemie etc) macht niemand den mund auf, davon möchte der staat jetzt sogar zig neue bauen. die relationen sind total verloren gegangen im laufe der klimadebatte!
es gibt nunmal leute die riesige SUVs fahren wollen und sollen sie doch. kauft ihr euch doch weiter eure 3l lupos und fahrt damit frustriert durch die gegend.
lasst doch einfach jeden sein konsumverhalten ausleben! damit will ich nicht sagen, dass wir alle 2,5 tonnen spritschlucker a la cayenne turbo fahren sollen, aber die paar die es tun machen auch kaum einen unterschied in der umweltbilanz.
@pete
wieviel soll denn deiner meinung nach ein knapp 2,5 tonnen suv verbrauchen? 3l? wie wärs wenn ihr mal aufwacht aus euren grünen träumen und mal ein bisschen in der realität braucht. diese ganze gehirnwäsche von wegen grün und verbrauchsarm ist doch hirnrissig. sollen wir alle in 3l lupos rumfahren? wäre das die lösung? klingt mir sehr nach sozialismus, wie gut das funktioniert hat, kann man in geschichtsbüchern nachlesen oder zum teil noch erleben.
Liebe VW-Bild.
Hier fehlt die Bemerkung "press-release" oder Anzeige.
Dieser Audi hat schon einen Normverbrauch von 8.9l, wie bitte ist so etwas clean?