Fahrbericht BMW 118i

Fahrbericht BMW 118i Fahrbericht BMW 118i

Fahrbericht BMW 118i

— 12.05.2005

Der Benziner macht Sinn

129 PS im 1er: Das ist der goldene Mittelweg zwischen 116i und 120i. Der 118i überzeugt vor allem mit seinen Fahreigenschaften.

Liebe auf den zweiten Blick

Dieser Kompakte läßt sich prima steigern. Er beschleunigt gut, fährt super und tankt Super plus. Mit dem 118i besetzt BMW das motorische Mittelfeld zwischen der Basis (115 PS) und dem Topmodell (150 PS).

Der erste Eindruck ist allerdings gar nicht super. Das Anfahren wirkt ein wenig mühsam. Doch das täuscht. Die Stoppuhr beweist echtes Temperament. Der Spurt auf 100 gelingt in zehn Sekunden. Und es wird immer besser. Mit steigender Drehzahl wächst auch die Fahrfreude. Ohne daß die Tanknadel im gleichen Tempo nach unten wandert. Im Schnitt verbraucht der Vierzylinder 9,1 Liter – sogar etwas weniger als das Basismodell 116i (9,5 Liter).

Kaum noch steigerungsfähig ist dagegen das Gefühl für die Straße. Das straffe Fahrwerk liest den Asphalt wie Blindenschrift. Doch wem Sportgeist fehlt, der fühlt sich vom 118i womöglich zu hart rangenommen. Alle anderen freuen sich über einen Kompakten, der konsequent die Firmen-Leitlinien lebt. An erster Stelle der Marken-Philosophie steht – na, was schon? – Heckantrieb. Damit rollt eine leise Revolution in der Kompaktklasse, die ausschließlich frontgetrieben fährt.

Technische Daten und Zeugnis

Das 1er-Design bleibt aus jeder Perspektive spannend – im positiven wie im negativen. In Schwarz wirkt das Armaturenbrett gleich viel hochwertiger als der Kirmes-Kunststoff in Hellgrau. Die Sportsitze (600 Euro) passen perfekt wie eine Stretchjeans. Dank aufblasbarer Seitenwülste, die sich auf Knopfdruck dehnen und zusammenziehen. Das sichert Seitenhalt beim scharfen Abbiegen. Ja, auch daher kommt die Freude am Fahren. Zumal die Lenkung präzise durch die Kurven zirkelt. Allerdings weniger beim Wenden. Dann fordert sie die ganze Kraft und will zum Einlenken überredet werden.

Etwas umständlich gerät auch die Startprozedur. Erst muß der Schlüssel in den Schlitz, anschließend startet der Motor auf Knopfdruck. Das nervt etwa so, als fahre man einen Computer mit Diskette hoch. Wirklich Sinn macht der hübsche Knopf nur in Kombination mit dem sogenannten Komfortzugang. Wenn der 1er also automatisch öffnet und startet, obwohl der Schlüssel in der Tasche liegt. Das kostet noch mal 600 Euro extra – der 1er läßt sich eben gern steigern. Besonders beim Preis: Denn bei 21.500 Euro geht es ja erst los ...

Autor: Margret Hucko

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