Fahrbericht BMW 535d

BMW 535d BMW 535d

Fahrbericht BMW 535d

— 12.07.2004

Ganz schön aufgeblasen

Zwei Turbolader bringen den Sechszylinder-Diesel des Fünfer-BMW auf gewaltige 272 PS. Tempo garantiert, Durst auch.

1500 Touren bei Tempo 100

Begeisterte Motoren Werke – während andere Hersteller mit Luxuswagen und Auslands-Beteiligungen fast an die Wand fahren, konzentrieren sich die Bayern auf das wichtigste Drittel des Markennamens: die Motoren. Jüngste Rakete ist der 535d. Natürlich kann man sich fragen, ob die Welt diesen Diesel-Sprengsatz braucht: 272 PS, Spurt auf 100 in unter sieben Sekunden, Spitze 250 km/h.

Da gibt es doch schon Sechszylinder mit 177 oder 218 PS. Da wird der Vierliter-V8 aus dem großen Siebener (258 PS) ja fast zum Schwächling degradiert. Doch das Bessere ist des Guten Feind. Denn die herausragende Diesel-Eigenschaft ist ja der relativ geringe Verbrauch dank besserer Energieausnutzung. Zwar lässt sich dieser Fünfer treten, dass sich die Verbrauchsanzeigenadel am Skalenende bei der 20 anlehnt, aber sobald das Gaspedal geschont wird, sinkt der Durst weit unter zehn Liter. Im Mittel sollen es acht Liter sein (Touring 8,2).

Dass man bei der Energievernichtung 1,7 Tonnen bewegt, lässt dieser Motor völlig vergessen. Nur im Leerlauf hören spitze Ohren leises Dieselgrummeln. Fällt der rechte Fuß nach unten, dann schießt der Fünfer behende nach vorn und scheint immer leiser zu werden. Bei Tempo 100, der Motor dreht dabei schlappe 1500 Touren, säuselt der Wind hörbar um die Fensterholme. Bereits hier erzeugt der Motor schon ein Drehmoment von 530 Newtonmeter.

Reihensechser mit Twin-Turbo

Da herkömmliche Schaltgetriebe dabei Zahnausfall bekämen, werden die 535d nur mit einer Sechsgangautomatik ausgeliefert. Mit Kickdown schaltet sie erst bei 4900 Umdrehungen in den nächsten Gang, der 535d wirkt dann spritziger als ein Benziner. Grund: Zwei Turbolader (Twin-Turbo) blasen den Reihensechser auf. Sie sind so perfekt aufeinander abgestimmt, dass kein Turboloch zu spüren ist.

Der kleine Turbolader erledigt die Aufladung bei niedrigen Drehzahlen, der große sorgt für Füllung bis zur Drehzahlgrenze. Ein ausgeklügeltes Steuersystem leitet Frischluft- und Abgasströme (sauber nach Euro 4 und mit Rußfilter) immer in die gerade richtigen Kanäle. Und die Preise? Mit rund 50.000 Euro (einstmals 100.000 Mark) kriegt BMW ordentlich Geld in die Kasse. Begüterte Motoren Werke eben.

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