Fahrbericht Brabus Bullit Black Arrow — 11.06.2008
Das Biest aus Bottrop
Bodo Ballermann hat wieder zugeschlagen: "Bullit" heißt das wilde Tier von Tuner Brabus. Die mattschwarze Rakete leistet 730 PS, rennt 350 Sachen und kostet 414.120 Euro.
In 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Statt offiziell 15,1 Liter verfehlt der Bullit bei Vmax-Jagd knapp die 30-Liter-Marke. Dafür weiß ich jetzt, wie sich Tacho 325 anfühlen: kribbelig, extrem angespannt, etwas unruhiger als erwartet. Und laut. Denn bei 300 lupft der enorme Abtrieb plötzlich die Abdeckklappen für den Dachträger aus der Ruheposition, und das Schiebedach scheint sich nach außen wölben zu wollen. Am Brabus-Fahrwerk sind Federn und Dämpfer in zehn Stufen verstellbar. Der Testwagen ist eher komfortabel abgestimmt. Das hilft auf Landstraßen. Auf der Autobahn wünschen wir uns mehr Bodenhaftung und einen ruhigeren Geradeauslauf. Doch selbst für 414.120 Euro (plus Extras für 37.000 Euro) geht nicht jeder Wunsch in Erfüllung. Schaltpaddel am Lenkrad gibt es nicht für Geld und gute Worte. Dafür bietet Bullit Leistung satt. Die brutale C-Klasse pfeift in 3,9 Sekunden auf 100 km/h, in 10,5 auf 200 und in 24,5 auf 300 km/h. Zur dunklen Seite des Charakters passt der böse Auftritt mit mattgrauer Lackfolie (4000 Euro), Karbon-Kit, schwarzen Rädern, Kotflügelverbreiterungen und fetten Spoilern.Fazit von AUTO BILD-Autor Georg Kacher Was soll dieses Auto? Es fasziniert, sicher. Aber es ist in dieser Zeit auch derart daneben, dass wir uns schämen. Der Bullit balanciert auf schmalem Grat zischen Volltreffer und Schuss in den Ofen.

































