Fahrbericht Citroën C3 X-TR

Citroën C3 X-TR Citroën C3 X-TR

Fahrbericht Citroën C3 X-TR

— 06.07.2004

Citroëns kleiner Pfadfinder

Mit auffälligen Plastikteilen verziert, macht der C3 einen auf Geländewagen. Was kann der französische Naturbursche wirklich?

Der Franzose im Offroad-Look

Wer mit der Anschaffung eines Geländewagens liebäugelt, muss für gewöhnlich lange sparen. Die zivilen Wühler reißen mit ihrem teuren Allrad-Antrieb und den großen Motoren meist ein tiefes Loch ins Budget. Im Gelände landet allerdings nur ein Bruchteil der Offroader. Dem Rest bleibt nur der Großstadt-Dschungel. Und der Kampf mit engen Parklücken. Da kommt der C3 X-TR gerade recht. Ein flotter Kleinwagen, der mit schwarzen Schutzleisten über den Radläufen, unlackierten Stoßfängern und einer dicken Dachreling aussieht wie ein potenzieller Himalaya-Bezwinger.

Dabei steckt unter dem von Citroën "Outdoor-Look" getauften Äußeren ausschließlich Technik für die Straße. Allradantrieb, mehr Bodenfreiheit und dicke Gelände-Reifen sucht man vergebens. Stattdessen gibt es Klapptischchen für die Passagiere auf der Rückbank, einen unterteilten Kofferraum (Moduboard), Klimaautomatik und auf Wunsch ein schickes Radio mit CD-Laufwerk (500 Euro). Damit ist der X-TR in einem Schlammloch aufgeschmissen, macht auf dem Parkplatz am Waldrand aber eine gute Figur.

Kombinieren lässt sich die X-TR-Ausstattung mit drei Motoren: zwei Benzinern und einem Diesel. Einstiegs-Triebwerk ist ein 1,4-Liter- 16V mit 88 PS; der Top-Benziner kommt bei 1,6 Liter Hubraum auf 109 PS. Beide Motoren sind mit dem automatisierten Schaltgetriebe SensoDrive und Schaltwippen am Lenkrad gekoppelt.

Technische Daten

Auf kuppelfreien Schalt-Luxus müssen Diesel-Kunden ebenso verzichten wie auf einen Rußpartikelfilter. In Verbindung mit dem 90 PS starken 1.4 HDi 16V sind Gangwechsel Handarbeit und nicht immer die pure Lust. Das manuelle Fünfgang-Getriebe ist zu lang übersetzt.

Fahrfreude kommt erst auf, wenn die Nadel des Drehzahlmessers die 2000er-Marke hinter sich gelassen hat. Dann langt der kleine Vierzylinder ordentlich hin und zieht den X-TR in 12,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. Die 17 Kilo Mehrgewicht zum Standard-C3 machen sich dabei nicht bemerkbar. Auch nicht in Sachen Höchstgeschwindigkeit. Der Franzose im Offroad-Look schafft laut Tacho deutlich mehr als die werksseitig angegebenen 177 km/h.

Mit mindestens 15.890 Euro ist der C3 X-TR kein Schnäppchen, aber günstiger als ein vergleichbarer Polo Fun (75 PS, ab 16.775 Euro). Platz im Budget sollte für das große Schiebedach (750 Euro) sein. Die Glasluke holt Sonne und frischen Wind in die ansonsten billig wirkende Plastik-Landschaft des Cockpits. Unser Tipp: Wer sich für Citroëns Gold-Edition (ab 15.010 Euro) entscheidet, bekommt die Metallic-Lackierung dazu und spart dabei noch 1250 Euro. Dann sollte auch das Glas-Schiebedach noch drin sein!

Motorisierungen und Preise

Auch wenn er so aussieht, der C3 X-TR hat im Gelände nichts verloren. Wer sich von der Kleinwagen-Masse abheben möchte, ist mit dem rundlichen Franzosen aber gut bedient. Maximalen Fahrspaß bringt allerdings erst der 1.6 16V mit 109 PS für 16.590 Euro.

Ihre Meinung zum Citroën C3 X-TR

Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig. Vergeben Sie eigene Noten für den Citroën C3 X-TR. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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