Fahrbericht Daihatsu Cuore

Der neue Daihatsu Cuore Der neue Daihatsu Cuore

Fahrbericht Daihatsu Cuore

— 09.08.2007

Ein neues Herz

Kleinwagen-Vollsortimenter Daihatsu stellt den neuen Cuore vor. Das "Herz der Marke" ist äußerlich wenig gewachsen, bietet innen viel Platz und hängt gut am Gas. Noch in diesem Jahr wollen die Japaner in Deutschland 3000 Stück an den Mann, beziehungsweise die Frau bringen.

Ein merkwürdiger Ort für eine Fahrvorstellung ist das: Daihatsu zeigt den neuen Cuore rund einen Monat vor der offiziellen deutschen Publikumspremiere auf der IAA schon einmal der Fachpresse – in einer alten Grundschule in Köln. Wenn man weiß, in welcher Zielgruppe das neue "Herz der Marke", wie Marketing-Chef Rainer Koch es nennt, einschlagen soll, ist die Location perfekt gewählt. Vor allem als Zweitwagen soll die siebte Generation des kleinen Japaners den Nachwuchs zur Tagesmutter, in den Kindergarten oder eben zur Schule shutteln. Keine schlechte Idee, denn bei dem Platzangebot im Innenraum kann man die Nachbarskinder gleich mitnehmen und eine ökologisch vorbildliche Fahrgemeinschaft bilden. Äußerlich um 70 Millimeter gegenüber seinem Vorgänger gewachsen, macht sich vor allem der 100 Millimeter längere Radstand des neuen Cuore bemerkbar. Schon erstaunlich, wie viel Innenraum man auf 3,47 Meter Länge und 1,47 Meter Breite unterbringen kann.

Der neue Familienfreund aus dem Hause Daihatsu bietet jede Menge Platz.

Vorne reicht es auch für Zwei-Meter-Passagiere locker, die ihre Beine bei vollständig zurückgeschobener Rücksitzbank auch hinten lässig unterbringen – da wird es dann allerdings etwas knapp mit der Kopffreiheit. Nun, so groß dürften die lieben Kleinen ja wohl kaum sein. Drei Kindersitze bringt man im Fahrzeug locker unter, dank abschaltbarem Beifahrerairbag steht einer direkt auf dem Platz an der Sonne, neben Mama oder Papa. In dieser Transportkonfiguration müssen die Kinderwagen aber zu Hause bleiben. Ist die Rückbank nach hinten geschoben, passt die Wickeltasche so gerade eben in den 160 Liter großen Kofferraum. Für Ausflüge zum Baumarkt stehen bei umgeklapptem Fondgestühl maximal 414 Liter Ladevolumen zu Verfügung.

Durchschnittsverbrauch von 4,4 Liter Normalbenzin

Im Stadtverkehr bewegt sich der Familienexpress ansprechend. Der aus dem Sirion bekannte, ein Liter große Dreizylinder-Benziner hängt mit seinen 70 PS gut am Gas, der Wagen wirkt spritzig und agil. Die Gründe: das geringe Gewicht von nur 765 Kilogramm und das straffe, aber nicht unkomfortable Fahrwerk. Mit dem serienmäßigen Fünfgang-Getriebe sprintet der neue Cuore in 11,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht maximal 160 km/h. Für die Stadt reicht das allemal, auch auf der Autobahn lässt sich ganz entspannt im Verkehr mitschwimmen. Dabei bleibt der Wagen bis Tempo 120 akustisch ziemlich zurückhaltend, nichts klappert oder dröhnt – da stressen auch Überlandfahrten zur Oma nicht über Gebühr. Ebenso wenig übrigens wie der Besuch an der Tankstelle: Mit einem versprochenen Durchschnittsverbrauch von 4,4 Liter Normalbenzin im Drittelmix belastet der Cuore die Haushaltskasse nur marginal.

Am 15. September 2007 kommt die siebte Generation des Cuore in zwei Ausstattungsvarianten bei uns auf den Markt. Die Basisversion startet bei 8990 Euro, unter anderem mit fünf Airbags, Gurtstraffer, Colorverglasung, höhenverstellbarem Lenkrad und Isofix-Kindersitzbefestigungen auf beiden Rücksitzen. Verschiebbar ist die Bank im Fond aber erst in der "Top"-Ausstattung, die außerdem optional zwei Airbags mehr hat und zusätzlich über Drehzahlmesser, Klimaanlage, Bordcomputer oder elektrische Außenspiegel verfügt. Das bei Daihatsu VSC genannte Schleuderschutzprogramm gibt es als 750 Euro teure Option nur fürs 11.290 Euro teure Topmodell. Beide Varianten können für 1000 Euro mit einem Vierstufen-Automatikgetriebe ausgestattet werden. Noch in diesem Jahr wollen die Japaner in Deutschland 3000 Cuore an den Mann, beziehungsweise die Frau bringen, 2008 sollen es 6000 Einheiten der weniger lifestyligen Trevis-Alternative sein. Ob das klappt, dürfte wohl auch von der Entwicklung der Geburtenrate abhängen.

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