Fahrbericht FAB Panamera Widebody — 17.03.2010

Breitester Panamera der Welt

Der FAB Panamera Widebody ist nicht nur 16 Zentimeter ausladender als das Serienauto. Er hat auch sonst eine Menge zu bieten. Unter der Haube der Supersportlimo toben 700 PS.

Manchmal hat man das Gefühl, dass es nicht mehr weitergeht. Roland Rysanek von FAB Design erreichte 2009 dieses Stadium. Der schillerndste Mercedes-Optimierer der Welt war mit seinem getunten Maybach und den veredelten Varianten von SLR und SLR Roadster ganz oben angekommen. Und stand nun vor der kaum lösbaren Frage: Wie das bislang Erreichte übertreffen? Rysanek überlegte nur kurz. Beschloss dann, erstmalig Porsche zu tunen und kaufte sich einen Panamera Turbo. Dann schloss er sich im stillen Kämmerlein ein – und rief mich Mitte November letzten Jahres an: "Ich bin im Modellbau. Das Auto nimmt Gestalt an. Ich habe ein gutes Gefühl." Sprach's und machte weiter. Unmittelbar vor dem Genfer Salon 2010 durften wir ihn jetzt besuchen, sein Messehighlight in Augenschein nehmen – und fahren.

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Der Trick mit der Ecke: Der Karbon-Bumerang vor dem Vorderrad verleiht dem imposanten Panamera noch mehr Zackigkeit.

Der Trick mit der Ecke: Der Karbon-Bumerang vor dem Vorderrad verleiht dem imposanten Panamera noch mehr Zackigkeit.

Das erste Aufeinandertreffen führt beim Betrachter zum FAB-typischen Aha-Effekt: ungläubiges Staunen, gepaart mit atemloser Begeisterung. Das Auto ist der Hammer. Heißt aber nicht so. Sondern ganz schlicht und eingängig Panamera Widebody. Wide ist er wirklich, dieser Body. Wobei FAB schon immer mehr wollte und konnte, als nur die Backen aufblasen. Vollendete Harmonie aller Proportionen ist das Ziel. "Die Dimensionen müssen einfach passen", erklärt Rysanek. Feng-Shui für Autos. Als Grundlage der ganzen Pracht und Herrlichkeit dient grundsolide Handwerkskunst: Alle Anbauteile bestehen aus Carbon oder einem Kohlefaser-Kunststoff-Verbundmaterial, die ausschließlich bei FAB vor Ort montiert werden. Zeitnah soll es ein konventionelles Bodykit geben, das dann in alle Winkel der Welt verschickt werden kann.

FAB-Porsche – ein Männerauto mit Coupécharakter

Verdiente Ehrung: Wir verleihen hiermit den Titel \

Verdiente Ehrung: Wir verleihen hiermit den Titel "Supersportlimousine".

Vor allem dem umstrittenen Heck des Panamera widmet FAB viel Zuwendung. Ein vom Flugzeugbau inspirierter Heckflügel und die neuen breiten Kotflügel nehmen dem Buckel die Schärfe. Mit den sich bis in die Fondtüren ziehenden Hinterbacken findet das Gesäß den Anschluss an den Rest des Fahrzeugs. Dank der verdeckten hinteren Türgriffe bekommt die Limo Coupécharakter. Zudem macht FAB den Falz der Heckklappe unsichtbar. Dadurch scheint der Deckel bis über den Auspuff zu reichen. Optischer Effekt: Das Auto rückt der Straße näher – wirkt gedrungener und maskuliner. Überhaupt ist der FAB-Porsche ein Männerauto. Einsamer Wolf, grimmiger Cowboy, letzter Mohikaner – was immer man will. Dabei fühlen sich an Bord des Breitbau-Boliden auch Frauen wohl. Zumindest, wenn sie auf Glanz und Glamour stehen.

Das Porsche-Experiment glückt

Damen der Fraktion "schlichter Hosenanzug, kaum Schmuck und zurückhaltendes Make-up" dürften hingegen schreiend das Weite suchen. Der Pilot fängt sie rasch wieder ein. Darf er doch stolze 580 PS befehligen. Die 80 Mehr-PS sind allein Optimierungen der Elektronik geschuldet. Langfristig sollen mit Hilfe neuer Lader 700 PS mobilisiert werden. Wobei Sturm und Drang des Autos schon jetzt durchweg imposant ausfallen. Die zusätzliche Karosseriebreite scheint den durchzugsstarken Achtzylindermotor völlig kalt zu lassen. Begleitet von triumphalen Fanfaren des Auspuff-Triumvirats muss sich der Steuermann permanent zurücknehmen, um in der streng reglementierten Schweiz nicht direkt ins Kittchen zu brausen. Schlussendlich wollen wir FAB gratulieren: Porsche-Experiment geglückt. Roland Rysanek sucht schon wieder nach neuen Herausforderungen: Als Nächstes will er einen Italiener veredlen.
Technische Daten FAB Panamera
Motor V8, Biturbo
Einbaulage vorn längs
Hubraum 4806 cm3
kW (PS) bei 1/min 426 (580)/6000
Nm bei 1/min 800/3000
Antriebsart Allrad
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung
Leistungsgewicht 3,6 kg/PS
Leergewicht/Zuladung 2072/428
Tankvolumen 100 l
Testverbrauch Ø auf 100 km 13,0 l Super Plus
Beschleunigung 0-100 km/h 3,8 s
Höchstgeschwindigkeit 311 km/h
Preis 243.444 Euro

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Kommentare zum Artikel (4)

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dbone
19.03.2010, 20:06Uhr

"Sonst schaut der Porsche besser aus als der Rapid"
HAHAHAHAAAAAAAAA Was fürn Witz dummerweise ist erst März und noch nicht April!!!

tobi
18.03.2010, 07:38Uhr

Finde den FAB Nicht so schön gelungen ist leider Typisch für FAB diese Extrem Breitbauten. Sonst schaut der Porsche besser aus als der Rapid, der eigendlich nur ein Coupe mit zwei Notsitzen ist. Die bilder vom innenraum hinten schauen grauenhaft und eng aus.... da hat der Porsche mehr zu bieten als Astin Martin.

Hugo Wastelhuber
17.03.2010, 15:23Uhr

Na ja,

stellt sich die Frage wie kann man einen misslungenen Porsche noch hässlicher machen :
Man lässt die Tuner ran ! So ein hässliches Heck hab ich ja noch selten gesehen, damit macht man sich ja lächerlich ! Aber solange es den Scheichs gefällt...

3axap
17.03.2010, 14:45Uhr

der Techart auf der letzten seite sieht aus wie ein nissan gtr

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