Fahrbericht Ferrari 458 Italia — 13.11.2009

Der neue Überflieger

Es gibt sie noch, die absoluten Traumautos. So wie den Ferrari 458 Italia. Bildschön, sauschnell, viel zu teuer für den Normalbürger. Ein erster Fahrbericht macht neidisch.

Puuh. Hände und Füße zittern noch, die Ohren klingeln: Diesen Sound bekommt man so schnell nicht mehr aus dem Ohr! Ein paar heiße Runden mit Ferraris neuem Geniestreich auf der hauseigenen Teststrecke in Fiorano, und die Welt scheint wie verwandelt. Ferrari 458 Italia – die Zahlen stehen für die klassische Ferrari-Nomenklatur: 4,5 Liter Hubraum, acht Zylinder – markiert die neue sportliche Speerspitze der Traumwagenschmiede aus Maranello. Sauschnell ist er (3,4 Sekunden bis Tempo 100, Vmax über 325 km/h), gewohnt rassig gezeichnet (von Ferrari-Hausschneider Pininfarina). Doch das Fahrerlebnis ist weit beeindruckender als die reinen Papierwerte.

Hier geht es zur Ferrari-Markenseite

Höchste Konzentration: Der 458 rennt bei Bedarf 325 km/h.

Höchste Konzentration: Der 458 rennt bei Bedarf 325 km/h.

Klar, dass ein neuer Ferrari immer besser und schneller sein muss als sein Vorgänger, in diesem Fall der 430 (Scuderia). Doch der 458 Italia ist so messerscharf und lustvoll zu fahren, dass die Zahlen erst mal in den Hintergrund treten. Gründe dafür gibt es viele. Da ist zum einen die ultradirekte und feinfühlige Lenkung, das mitteilsarme, aber nicht zu harte Fahrwerk, der extrem leichtfüßig hochdrehende Motor oder das blitzartig schaltende Doppelkupplungsgetriebe. Recht schnell kommt man auch mit dem neuen Lenkrad zurecht, über das man selbst Blinker und Licht steuern kann, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Verbrauch: erfreulich niedrig

Aus den drei Auspuffrohren strömen 307 Gramm CO2 pro Kilometer.

Aus den drei Auspuffrohren strömen 307 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kleiner Wermutstropfen: Die schöne Kulissenschaltung gibt es für den Supersportler nicht, da sie nur noch von zwei Prozent der Kunden bestellt wurde. Besonders ausgefuchst ist wieder mal die Aerodynamik. Es gibt weder auffällige noch ausfahrende Spoiler, alle Problemstellungen (Abtrieb, Kühlung etc.) wurden durch ausgeklügelte Luftzu- und Abflussschächte gelöst. Weiterer Vorteil der gesteigerten Effizienz: Auch Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß liegen für einen Sportler dieser Leistungsklasse erfreulich niedrig. Gewohnt happig dagegen der Preis: 197.000 Euro kostet der neue Überflieger aus Maranello. Urteil: Ein Supersportler, wie er sein muss, für den, der sich so etwas leisten kann.
Technische Daten: Motor V8-Zylinder-Benziner • Leistung: 570 PS • 0-100 km/h in 3,4 Sek. • Spitze 325 km/h • Verbauch 13,3 l SP • CO2 307 g/km • Preis 197.000 Euro

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manfred
28.11.2009, 10:59Uhr

ein bmw M6 oder mercedes slr ist tausend mal besser.ferrari ist ueberwertet schon seit langem.was kann ein SPAGHETTI ordentlich bauen oder tun, gar nix ! ferrari oder indesit waschmaschine .....pffffuiiii !

marcello
22.11.2009, 17:42Uhr

Ab heute bin ich offiziell 100% FERRARI fan(früher nur 99%)mit diesem geschoss....an so was kommen eben die Deutschen niemals dran......solche Bleistifften gibt es noch nicht zu kaufen die sowas zeichnen können.punto e basta.

Frank
20.11.2009, 16:03Uhr

Die Seitenlinie ist hübsch, aber Front-, Heck- und Innenraumdesign erinnern eher an Japan als an Ferrari. Die beiden Vorgänger waren da wesentlich schöner anzuschauen. Ganz zu schweigen von den drei mittigen Endrohren...

Ariel-Atom -Freak
19.11.2009, 19:51Uhr

Also: Wer sagt, dass Ferraris wie hochdrehende 4-Zylinder klingen, hat wohl keine Ahnung von Motoren. Jemals nen Ferrari in freier Wildbahn gesehen und gehört ? Wohl nicht.....
Der Motor ist außerdem ein Kunstwerk 4.5 l V8 580 PS .. ich sag nur Drehzahl!
Zum Vergleich eine Corvette Z06, weit über 6l Hubraum und nur "512 PS"; gar nicht zu vergleichen.
Was ich auch noch gesagt haben wollte: Lamborghini muss sich endlich was einfallen lassen, weil bald auch eine Scuderia-Versoin des Ferraris kommt. (das bezieht sich auf den LP560)

Mathias
19.11.2009, 09:14Uhr

Jo und Panther sind ja voll die Experten. Das heisst, voll der Experte – merkt doch jeder, dass es der gleiche Schreiber ist. Wenn hier was kaputt ist, dann ganz bestimmt nicht der Ferrari-Motor.

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