Fahrbericht Fiat Croma

Fahrbericht Fiat Croma 1.9 Multijet 16V Fahrbericht Fiat Croma 1.9 Multijet 16V

Fahrbericht Fiat Croma

— 26.04.2005

Fiats neue Größe

Nach elf Jahren Pause kehrt Fiat in die Mittelklasse zurück. Mit einem Kombi-Van, der wieder Croma heißt. Start: 11. Juni 2005.

Fiats Maxi-Paket für die Mittelklasse

Ab sofort: zehn Prozent mehr Badeschaum! Jetzt: fünf statt vier Schokoriegel in jeder Packung! Haben Sie bei solchen Angeboten schon einmal nachgerechnet? Die meisten der sogenannten Vorteilspakete bieten in Wirklichkeit gar keine Vorteile. Einzeln kostet die Süßigkeit manchmal sogar weniger. Fiat lockt jetzt ebenfalls mit einer Großpackung: Kombi plus, Fünftürer XL, Van mit Bonus-Platz. Wie auch immer: Der neue Croma sticht aus dem Regal der Mittelklasse heraus, soviel steht fest.

Hoch (1,60 m), üppiger Radstand (2,70 m), mindestens 500 Liter Kofferraum: Das sind die Eckdaten, die auf dem italienischen Verkaufsschild prangen. AUTO BILD hat Fiats Maxi-Paket auf den Kopf gestellt und den Inhalt sortiert. Als 2,2-Liter mit 147 PS kostet der Croma 21.900 Euro. Dann befinden sich Klimaanlage, ESP und sieben Airbags serienmäßig an Bord. Das ist wirklich günstig! Ein vergleichbarer Opel Vectra Caravan kostet fast 5000 Euro mehr (ist aber ein bißchen größer), und auch die französischen Kollegen von Renault und Peugeot langen deutlich kräftiger hin.

Gegen Aufpreis läßt sich der Croma noch mit Extras aufrüsten wie einem Doppel-Glasdach (Skydome, 1100 Euro), hinteren Seitenairbags (280 Euro), Bordcomputer- und Navi-System (2400 Euro) oder einer sauber vernähten Lederausstattung (1500 Euro).

Federung ist komfortabel abgestimmt

Das Top-Modell, ein 200-PS-Diesel mit Sechsstufen-Automatik, übersteigt so bestückt die 30.000-Euro-Grenze um 900 Zähler. Ende 2005 wird es richtig günstig, dann startet die Basis-Motorisierung, ein 1,8-Liter-Benziner mit 140 PS (rund 21.000 Euro).

Den mittleren Diesel, ein 1.9 16V mit 150 PS (ab 24.250 Euro), haben wir bereits ausprobiert. Wie alle Croma Multijet pustet er seine Abgase (Euro 4) durch einen Rußfilter heraus, eine Mehrfacheinspritzung (Multijet) sorgt für weichen Motorlauf. Rund 320 Newtonmeter stemmt dieser moderne Common-Rail-Diesel an die Vorderräder – das reicht für ordentliche Fahrleistungen (210 km/h Spitze) und kleinen Durst (6,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer).

Leise und bereits aus dem Stand heraus tritt der Croma gleichmäßig an, zieht souverän durch, sechs Gänge halten das Drehzahlniveau im starken Bereich. Die Federung ist eher komfortabel abgestimmt, geschmeidig überrollt der Fiat auch Querfugen.

Technische Daten im Überblick

Trotz dieser ausgewogenen Auslegung lassen sich im Croma die Kurven auch scharf durchstechen. Die ausreichend direkt übersetzte Lenkung hilft dabei. Allenfalls die nicht ganz gleichmäßig einsetzende Servounterstützung und geringer Seitenhalt der Vordersitze schmälern den Spaß am schnellen Schlängeln.

Als Reisetourer taugt der Croma deutlich besser. Besonders die Fondpassagiere haben üppig Platz. Selbst mit Schiebedach bleibt genug Raum über den Köpfen. Nicht so schön dagegen: Die Kopfstützen hinten sind viel zu niedrig montiert, und die Rückbank liegt heruntergeklappt nicht ganz eben. Aber davon steht natürlich nichts auf der Croma-Packung.

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