Fahrbericht Honda FR-V 2.2i-CDTi

Honda FR-V 2.2i-CTDi Honda FR-V 2.2i-CTDi

Fahrbericht Honda FR-V 2.2i-CTDi

— 27.05.2005

Mini-Van mit Maxi-Diesel

Von Juli an fährt Hondas Sechssitzer-Van FR-V auch mit Diesel. Unsere erste Fahrt zeigt: Das ist ein Team, das sich bestens versteht.

Sechssitzer mit Selbstzünder

Für Soichiro Honda ist der Diesel nie ein Thema gewesen. Bis zu seinem Tod 1991 nicht. Und doch: An diesem 2,2-Liter-Selbstzünder hätte auch der geniale Motorenkonstrukteur und Gründer der Honda Motor Co. Ltd. (1948) seine Freude gehabt.

Es sind nicht unbedingt die Leistungswerte (140 PS und 340 Nm), die den Sparmotor so besonders machen. Es ist seine unerreichte Laufkultur. Kein anderer Vierzylinder-Diesel läuft derzeit so geschmeidig, ruhig und ist trotzdem so agil wie der erste von Honda entwickelte Selbstzünder. Schon bei seinem Debüt im Accord beeindruckte der Motor. Seit Januar läuft er nun auch im CR-V und ab Sommer im FR-V, dem neuen Sechssitzer im Honda-Programm.

Erster Eindruck: Man muß schon sehr genau hinhören, um nach dem Starten dieseltypische Geräusche zu vernehmen. Der Motor ist so leise wie ein Benziner, zieht aber viel besser los. Dabei fliegen die Gänge kurz und präzise durch die Schaltgassen, was durch die gute Position des Schalthebels oben im Armaturenbrett noch erleichtert wird. Eine Automatik bietet Honda nicht an.

Vierzylinder mit unerreichter Laufkultur

Beim untertourigen Fahren (Tempo 30 im dritten Gang) stellt der Diesel seine enorme Elastizität unter Beweis. Der Motor dreht nur knapp 1000 Touren – völlig ohne Murren –, und er zieht bei leichtem Gasgeben weich hoch. Ab 2000/min wird’s gar sportlich, und im Nu ist der FR-V auf 100 km/h. Bis zum vierten Gang dreht der Direkteinspritzer bis an den roten Bereich von 4500 Umdrehungen, das entspricht 160 km/h. Im fünften und sechsten geht dies nicht mehr. Besonders der höchste Gang ist bewußt sehr lang übersetzt, was die Geräusche weiter senken soll.

Stimmt: 192 km/h schafft der Van und bleibt dabei erstaunlich leise. Ob auch der Durst von dieser Auslegung profitiert, wird ein späterer Test zeigen. Honda verspricht einen Verbrauch von 6,3 Litern. Übrigens: Biodiesel ist nicht möglich. Auch ein Rußfilter fehlt. Der soll Ende des Jahres zuerst im CR-V kommen, später dann im Accord und FR-V. Dennoch: Insgesamt überzeugt der Van. Positiv sind sein handliches Fahrverhalten, der Komfort und seine Variabilität. Wer das eigenwillige sechssitzige Konzept (3+3) mag, bekommt einen pfiffigen Minivan mit sehr guten Fahrleistungen, reichlich Ausstattung und einem nicht alltäglichen Design. Die Preise beginnen bei 24.350 Euro (Comfort). In der Ausstattung Executive kostet er 27.550 Euro – jeweils 1650 Euro mehr als der vergleichbare Zweiliter-Benziner.

Technische Daten Reihen-Vierzylinder • 4 Ventile je Zylinder • eine Ausgleichswelle • Hubraum 2204 cm³ • Leistung 103 kW (140 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment 340 Nm bei 2000/min • Frontantrieb • Sechsgang • Einzelradaufhängung vorn und hinten • Kofferraumvolumen 439 Liter (1600 bei umgeklappter Rückbank) • Tankinhalt 58 Liter • Länge/Breite/Höhe 4285/1810/1610 mm • Reifen 205/55 R 16 • Leergewicht 1586 kg • Spitze 192 km/h • Preis 24.350 Euro

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