Fahrbericht Jeep Cherokee 2.8 CRD Renegade

Fahrbericht Jeep Cherokee 2.8 CRD Renegade Fahrbericht Jeep Cherokee 2.8 CRD Renegade

Fahrbericht Jeep Cherokee 2.8 CRD Renegade

— 16.11.2004

Zweiter Frühling für den Cherokee

Frische Optik, stärkerer Diesel: Mit dem überarbeiteten Cherokee will Jeep verlorene Marktanteile zurückgewinnen.

Äußerliche Änderungen auf den zweiten Blick

In der Allrad-Mittelklasse ticken die Uhren anders. Hier machen Japaner und Koreaner das Rennen, deutsche Marken sind praktisch nicht vertreten. Wer statt Toyota, Nissan oder Hyundai einen Geländegänger mit klingendem Markennamen sucht, greift entweder zum Land Rover Freelander – oder zum Jeep Cherokee. Doch das taten in letzter Zeit immer weniger Käufer.

Im ersten Halbjahr 2004 rutschte der kompakte Ami auf Platz 28 der Geländewagen-Hitliste ab. Jetzt soll ihm ein Facelift auf die Sprünge helfen. Wir fuhren den Renegade, den Macho im Modellprogramm. Die optische Überarbeitung erkennt man erst auf den zweiten Blick. Wichtiger ist das Facelift unter der Haube. Dort sitzt ein von 150 auf 163 PS und von 360 auf 400 Newtonmeter erstarkter Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,8 Liter Hubraum. Den bekommt man jetzt auch mit Sechsgangschaltgetriebe.

Zum starken Auftritt des Jeep paßt der kräftige Diesel ausgezeichnet. Sobald das – vergleichsweise kleine – Turboloch überwunden ist, stürmt der Ami so bullig los wie kein anderer Geländegänger in seiner Klasse. Nur bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn geht dem Jeep schneller die Puste aus, weil seine hoch aufragende Karosserie vom Fahrtwind eingebremst wird.

Technische Daten und Preis

Weniger überzeugend als der überarbeitete Motor wirkt das neue Sechsganggetriebe mit langen Schaltwegen. Der Handschalter ist ohnehin die schlechtere Alternative. Denn während der Cherokee 2.8 CRD Automatik serienmäßig mit permanentem Allradantrieb an den Start geht, muß der Handschalter mit einem veralteten, zuschaltbaren Allradantrieb auskommen, der auf trockener und nasser Straße herzlich wenig bringt.

Abseits des Asphalts fühlt sich ein Jeep immer recht wohl. Der Renegade unterstreicht hier sein Talent zum Abenteurer mit Schutzplatten für Getriebe, Tank und Vorderradaufhängung. Klar, daß so ein Auto auf der Straße keine Sänfte sein kann. Grobe Stöße brauchen die Insassen aber nicht zu befürchten. Die ärgern sich eher über das knappe Platzangebot und die zu kurzen Sitzflächen. Denn daran hat sich leider nichts geändert.

Technische Daten Vierzylinder-Turbodiesel • zwei obenliegende Nockenwellen • vier Ventile je Zylinder • Hubraum 2776 cm³ • Leistung 120 kW (163 PS) bei 3800/min • max. Drehmoment 400 Newtonmeter bei 1800/min • Allradantrieb zuschaltbar • Sechsganggetriebe • Einzelradaufhängung vorn, Starrachse hinten • Tankinhalt 70 Liter • Länge/Breite/Höhe 4500/1824/1834 Millimeter • Reifen 235/70 R 16 • Leergewicht 1962 Kilogramm • Höchstgeschwindigkeit 174 km/h • Preis ca. 33.500 Euro

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