Fahrbericht Kia Venga

Fahrbericht Kia Venga

— 29.12.2009

Der Meriva aus Korea

Venga bedeutet so viel wie "Los geht's". Im Frühjahr 2010 kommt er auf den Markt – zu Preisen ab 13.990 Euro. AUTO BILD war mit dem kleinen Koreaner schon unterwegs.

Coole Karre oder einen Wagen, der die Familie mit Anstand durch den Alltag bringt? Für künftige Papas keine Entweder-oder-Frage. Denn die Szene der braven Baby-Mover à la Opel Meriva bereichert ab März 2010 der flotte Kia Venga (auf Deutsch: los geht's). Und der Korea-Knirps fällt auf. Bunt wie Smarties und formal durchaus gelungen. Also, Platz nehmen. Und staunen. Ganze 35 Zentimeter ist der Venga kürzer als der neue Opel Astra – ohne gefühlt weniger Platz zu bieten. Vorn haben selbst groß gewachsene Mitteleuropäer keine Probleme, hinten lümmeln sich drei Kinder auch auf langen Fahrten, ohne sich zu beschweren. Und Kia hat gelernt. Ähnlich wie beim Opel Meriva lässt sich die Rücksitzbank beliebig verschieben, falten, legen – bis zur ebenen Ladefläche.

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Die erste Testfahrt mit dem 1,4-Liter-Diesel zeigt: Mit 90 PS ist der Venga nicht gerade übermotorisiert, dank der Drehmomentwelle des Diesels schwimmt er aber unauffällig im Verkehr mit. Ein braver Alltagsmotor, der mit einem Verbrauch von 4,7 Litern pro 100 Kilometer einen Spatzendurst entwickeln soll. Für weitere 300 Euro bietet Kia ein Start-Stopp-System an. So soll der Verbrauch um 0,2 Liter sinken. Dann bleibt der Venga unter der magischen Grenze von 120 Gramm CO2 – und wird von der Strafsteuer befreit. Die anderen Motoren mit bis zu 128 PS sind alte Bekannte aus cee'd und Soul. Während die Diesel angenehm ruhig laufen, werden die Benziner bei höheren Drehzahlen laut.

Den billigsten Venga gibts ab 13.990 Euro

Sieht flott aus, fährt aber eher kommod: Der Kia Venga setzt klar auf Komfort.

Also das Ganze lieber ruhig angehen lassen. Passt auch besser zum komfortablen Fahrwerk. Der Venga federt verbindlich, ohne zur Sänfte zu werden, zeigt allerdings eine deutliche Seitenneigung in Kurven. Der billigste Venga ist der 90-PS-Benziner für 13.990 Euro – ein Kampfpreis und 1760 Euro billiger als der Diesel 1.4 CRDi. Ein gleich starker Meriva kostet 1100 Euro mehr. Zumal sich der Kia mit fairen Ausstattungspaketen aufrüsten lässt: Klima kostet 800 Euro, ein Soundpaket 650 Euro. Nicht zu vergessen die Sieben-Jahres-Garantie. Anständig.

Technische Daten Kia Venga Vierzylinder,Turbo, vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1396 cm³ • Leistung 66 kW (90 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment 220 Nm bei 1750/ min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • Spitze 167 km/h • 0–100 km/h in 14,5 s • EU-Mix 4,7 l Diesel/100 km • CO2 124 g/km.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Nach der ersten Fahrt steht fest: Der frische Kia hat das Zeug zum Erfolgsmodell. Preiswert, pfiffig und mit Charakter gewinnt er schnell Sympathien. Aber: Im Frühjahr bekommt der Venga Konkurrenz. Da kommt der neue Opel Meriva – und der wird ebenfalls schick.

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