Fahrbericht Kombat T98 Kombi — 22.12.2009
So fährt der Panzer für den Alltag
Der Osten macht Ernst: Der Kombat T98 setzt voll auf optische Abschreckung – und lässt den Hummer wie ein Spielzeug wirken. Jetzt soll der Kampf-Kombi zu uns kommen. AUTO BILD hat die Produktion in Estland besucht.
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Unser Besuch bei der Firma hat eine Vorgeschichte: Mitte November stellte autobild.de ein aufsehenerregendes Fahrzeug vor, den Kombat T98. Das Interesse an dem Extrem-Geländewagen war gigantisch: mehr als 1,2 Millionen Mal wurde der Artikel geklickt. Jetzt wollen wir wissen: Was hat es mit diesem Panzer für den Alltag eigentlich auf sich? Und wer sind die Menschen hinter dem Projekt?
Die meisten Kunden sind Geschäftsleute
Tallinn in Estland, ein Gewerbegebiet, rund 15 Autominuten außerhalb der Stadt. Hier bauen Kombat-Erfinder Dmitri Parfenow (49) und seine estnischen Kollegen rund um Gennadi Lazurin (53) das Modell für Europa, im Januar soll es auf den Markt kommen. Im Hauptwerk in St. Petersburg (Russland) entstehen seit 2005 die Varianten für Russland und den Rest der Welt sowie für das Militär. Bisher, so Parfenow, habe er rund 40 Kombat verkauft, vor allem an Geschäftsleute. Die Preise beginnen bei 140.000 Euro.
"Nettes, aggressives Design"
Parfenow ist ein schmaler Mann mit selbstbewusstem Humor. "Ich wollte dem Wagen ein nettes, aggressives Design geben. Andere Militärfahrzeuge sind furchtbar hässlich", sagt der Ingenieur, der über sein Vorleben nur verrät, dass er an der Militär-Universität studiert hat. Eine weitere Vorgabe: Schnell sollte der Wagen sein. Parfenow: "Wenn du schnell bist, bist du sicher. Die meisten gepanzerten Fahrzeuge schaffen nur rund 100 km/h – aber das Tempo fahren wir bei uns in Russland ja schon in der Stadt!"
Schutz vor Panzerfäusten und Minen
Herausgekommen ist ein 5,60 Meter langes Gefährt, das in der Europa-Variante von einem 365 PS starken 6,6-Liter-Diesel (GM/Isuzu) angetrieben wird. Parfenow verspricht 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und etwa 20 Liter Verbrauch. Die Panzerung kann individuell angepasst werden. Neben der Widerstandsklasse B6 (Kaliber 7,62 x 51 mm NATO Weichkern) ist auch der Schutz vor Panzerfäusten und Minen möglich. Das Leergewicht beginnt bei rund fünf Tonnen. Kein Wunder, dass sich der Kombat T98 wie ein kleiner Lastwagen fährt. Dass viele Teile aus dem GM-Regal stammen, schlägt sich unter anderem in der weichen Federung nieder. Zudem ist das Lenkradspiel recht groß, der Wendekreis allerdings verblüffend gering. Beim Rangieren helfen Kameras hinten und sogar vorn.Bleibt die Frage: Warum heißt die Firma eigentlich Combat (wie Gefecht) und das Auto Kombat? "Früher haben wir das Auto mit C geschrieben. Da ist es oft beim Zoll hängengeblieben, weil die Beamten dachten, es handele sich um Kriegsgerät", erklärt Parfenow. Dann grinst er und sagt: "Seit wir es Kombat nennen, gibt es überhaupt keine Probleme mehr."
Technische Daten Kombat T98 Kombi • V8-Turbodiesel • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 6599 cmÍ • Leistung 272 kW (365 PS) bei 3200/min • max. Drehmoment 895 Nm bei 1600/min • Sechsstufenautomatik • Allradantrieb • Scheibenbremsen v./h. • Reifen 315/70 R 17 v./h. • L/B/H 5600/2100/2150 mm • Verbrauch rund 20 l Diesel pro 100 km • CO2 rund 530 g/km • Tankinhalt 105 l • Reichweite rund 520 Kilometer • Vmax 160 km/h.
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Kommentare zum Artikel (24)
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Ich finde dieses Auto geil, würde es auch kaufen, wenn ich das Geld dazu hätte. Ich weiß nicht, ob in einem Öko - Kleinwagen so richtig Fahrspaß aufkommt, in einem Kombat bestimmt. Öko ist ja einerseits richtig, aber auf alles Schöne verzichten und nur sparen, alles umweltbewußt, wo bleibt da der Spaß am Leben? Dieser "Einheitsbrei" von diesen "rundgelutschten" Klein- und Kleinstwagen ist auch nicht der große Brüller.
Keine Ahnung, wer heutzutage so ´ne Karre noch braucht. Finde schon Hummer & Co. völlig unpassend, aber das Ding ist ja wohl die Krönung der Unnötigkeiten.
Mad Max lässt grüßen! Das Ding ist so hässlich, dass es schon wieder Stiel hat.
Pole koledamat massinat näinud.
einfach nur hässlich