Fahrbericht Land Rover Discovery 4 — 01.10.2009
Rangerhöhung
Mehr als ein Facelift – Land Rover hat den Discovery umfangreich aktualisiert: Front im Range-Rover-Stil, neuer Dreiliter-Diesel mit Euro 5, geänderte Fahrwerksgeometrie und neues Cockpit.
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Schon der Discovery 3 mit dem (weiterhin angebotenen) 2,7-Liter-Turbodiesel galt Stammkunden, die zuvor einen betont gemütlichen Td5 bewegt hatten, nicht eben als Einschlafhilfe. Der Dreiliter-TDV6 aber setzt noch eins drauf. So etwas wie ein Turboloch ist nicht mehr spürbar, trotz bleierner 2,6 Tonnen Leergewicht. 600 Newtonmeter Drehmoment lassen den Siebensitzer-Hochbau wie an einem unsichtbaren Gummiband gezogen auf Tempo 100 hochschnellen. Für den Eindruck souveräner Mühelosigkeit dürfte neben mehr Bohrung und Hub vor allem die Registeraufladung verantwortlich sein. Erst arbeitet einer der beiden Turbolader, und zwar der größere, mit verstellbaren Einlass-Leitschaufeln. Erst wenn der Fahrer die volle Leistung abrufen will, schaltet sich der zweite Lader zu, ein kleineres Exemplar mit starren Schaufeln. Der neue Diesel, wieder eine von Land Rover für sichere Ölversorgung auch im Extremgelände aufgerüstete Peugeot-Konstruktion, schafft Euro 5 und bietet fast 30 Prozent mehr Leistung bei 9 Prozent weniger Verbrauch und Kohlendioxidausstoß. Grund: Der drehmomentstärkere Motor erlaubt ein früheres Einrücken der Wandlerüberbrückung und eine längere Übersetzung der Sechsstufenautomatik von ZF.Zwei Turbolader verhelfen dem neuen Diesel zu viel Temperament
Wer den neuen Power-Diesel genießen will, sollte aber mindestens 52.700 Euro übrig haben – zuzüglich sinnvoller Extras wie der Ringsum-Überwachung mit fünf Kameras (1310 Euro plus 2510 Euro für Navi und Berührungsbildschirm), die etwa den Blick auf die Bordsteinkante ermöglicht und den Zugfahrzeugbetrieb erleichtert. Noch ein paar Nettigkeiten gefällig? Hinterachssperre 850 Euro, Winterkomfortpaket mit beheizbarer Frontscheibe 1120 Euro, die neue Scheinwerfer-Abblendautomatik 210 Euro, Reifendruckkontrolle 660 Euro, Digitalradio 450 Euro. Wer mit dem 2,7-Liter zufrieden ist, bekommt den neuen Disco zu einem nur milde erhöhten Einstandspreis, aber dann gibt’s Magerkost ohne Luftfederung und mit Schaltgetriebe. Bleibender Eindruck nach einem Tag Discovery-Fahren auf Schottlands Landsträßchen und Waldwegen: ein viel agileres Auto als zuvor! Dazu tragen neben dem stärkeren Diesel zwei weitere Änderungen maßgeblich bei: die überarbeitete, um die Mittellage nun Pkw-ähnlich exakte Zahnstangenlenkung und die geänderte Fahrwerksgeometrie mit neu konstruierten Achsschenkeln. Der Discovery fährt sich damit spürbar präziser und wirkt leichtfüßiger als zuvor. Beim Händler steht das neue Modell ab sofort.
| Land Rover Discovery | TDV6 2.7 | TDV6 3.0 (neu) |
|---|---|---|
| Motor | V6-Zyl., Turbodiesel | V6-Zyl., Biturbodiesel |
| Hubraum | 2720 cm³ | 2993 cm³ |
| Leistung bei 1/minDrehmoment bei 1/min | 140 kW (190 PS) bei 4000 | 180 kW (245 PS) bei 4000 |
| Drehmoment bei 1/min | 440 Nm bei 1900 | 600 Nm bei 2000 |
| Abgasnorm | Euro 4 | Euro 5 |
| Radaufhängung | Einzelradaufh. mit Doppelquerlenkern v/h, Luftfederung (ab SE) | |
| Reifengröße (Basis) | 235/70 R 17 | |
| Getriebe | 6-Gang man./6-Stufen-Automatik | 6-Stufen-Automatik |
| Antrieb; Kraftverteilung | Allrad permanent via Zentraldiff. mit Lamellensperre, opt. Sperre h. | |
| Radstand; Länge/Breite/Höhe | 2885 mm; 4829/1915/1887 mm | |
| Bodenfreiheit; Böschungswinkel (Luftfed.) | 185 mm (Stahlfederung), max. 240 mm (Luftfederung); vorn 36,2°/hinten 29,6°/Rampenwinkel 27,3° | |
| Leergew. (Werk); Zuladung | 2486-2690 kg; 550-754 kg | 2583-2700 kg; 524-657 kg |
| Anhängelast; Stützlast | 3500 kg gebremst/750 kg ungebremst; 150 kg | |
| Beschl. 0-100 km/h | 11,7/12,7 s | 9,6 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h | 180 km/h |
| Normverbr. Kraftstoff | 9,2/10,2 l D/100 km | 9,3 l D/100 km |
| Norm-CO2-Ausstoß | 244/270 g/km | 243 g/km |
| Preis | ab 42.000 Euro | 52.700 Euro |
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Kommentare zum Artikel (2)
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den disco3 hab ich mir nicht, weil ich für den preis das viele plastik außen und das gewöhnungsbedürftige copit( das auch viel plaszik hatte und sehr billge anmuttet) zu teuer und erhöht fand. darum hab ich meinen disco2 weiter gefahren. doch jetzt ist er ja richtig schick und ahnsehlich. wow was ein par veränderungen so anrichten können. richtig gut. also der nächste wird der disco4
Der "Disco 4" ist echt gelungen. Innen wie aussen. Was nur eine Schande ist, ist der billig und einfallslose Wählhelbel. Es passt vielleicht zu einem alten Wagen, aber nicht zu einem so hochwertigen und neuen Auto. Warum hat man nicht so einen Hebel wie im Range Rover Sport verbaut?