Fahrbericht Lexus LF-A — 12.08.2009
Der Super-Ferrari von Toyota
Der Lexus LF-A soll nicht nur den Nissan GT-R verblasen, sondern auch Europas Sportwagen das Fürchten lehren. Mittel zum Zweck: 4,8-Liter-V10, 550 PS und 320 km/h Spitze. Erster Ausritt mit dem Supersportler.
Das Projekt ist Chefsache. Toyoda-san höchstpersönlich hat es abgesegnet, saß beim 24-Stunden-Rennen am Steuer des neuen Supersportwagens im Serientrimm. Der soll nicht nur den lästigen
Nissan GT-R verblasen, sondern auch Europas Seriensportwagen-Establishment. Unter 7:30 Minuten am
Ring gelten als verbrieft, 320 km/h Spitze werden hinter vorgehaltener Hand geflüstert, von null auf 100 km/h in vier Sekunden haben wir selbst gestoppt – trotz reduzierten Drehzahllimits (von 9500 auf 8000 Touren). Sein 4,8 Liter großer V10 pulverisiert jede Lärmschutzverordnung, knapp 550 PS stanzen bei Vollgas tiefe Kuhlen in die roten Backen, das Fahrwerk hämmert die Trennfugen einzeln ins Kreuz, die Brembos wuchten bei voller Verzögerung den Körper mit gefühlten 4g in die Gurte. Das sequenzielle Getriebe peitscht die Gänge im Zeitraffer durch die Schaltgasse, das Torsen-Differenzial kämpft Zahn um Zahn mit wuchtigen 550 Nm. In drei Monaten, wenn
Lexus die
Straßenversion des LF-A enthüllt, werden wir von duftend-weichen Lederbezügen schwärmen, vom tollen Soundsystem und von der perfekten Klimaautomatik.
Die Serienversion wird auf der IAA 2009 enthüllt
LF-A im Renntrimm: Unverkennbar ist das Heck mit drei Endrohren. Der riesige Flügel könnte auch bequem als Picknicktisch durchgehen.
Doch hier und jetzt dominiert der Kampf Mensch gegen Maschine: null Lüftung, ein Sitzprovisorium aus Sperrholz (danke!) und Mr. Toyodas Lieblings-Feder-Dämpfer-Abstimmung, Marke strenge Kammer. Aber was für ein Auto! Carbon macht es 1500 Kilo leicht und trotzdem steif wie Kruppstahl. Der Heckflügel garantiert Anpressdruck bei jedem Tempo. Die ausgewogene Gewichtsverteilung schafft Vertrauen. Der Effekt: Nach der dritten oder vierten Runde beginnen Mensch und Maschine sich zu arrangieren. Aus Respekt wird Zuversicht, und die Zuversicht macht Mut, bis der freundliche Mechaniker uns viel zu früh zurückwinkt in die Box. Rund 250.000 Euro soll der LF-A kosten, wenn er 2010 in Produktion geht. Nur 500 Stück sind geplant, keine 20 davon werden nach Deutschland kommen.
Technische Daten Lexus LF-A • V10, vorn/Mitte längs • vier Ventile pro Zylinder • vier obenliegende Nockenwellen • circa 4800 cm³ • circa 550 PS, circa 550 Nm • Bereifung 265/35 R 20 vorne, 305/30 R 20 hinten • Spitze circa 320 km/h.
Georg Kacher
Fazit
Mit dem LF-A beweist Toyota, dass seine Liebe zum Auto über brave Transportmittel und vernünftige Hybriden weit hinausgeht. Dieses Coupé spielt in der Supersportler-Liga mit.
Kommentare zum Artikel (16)
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Fahre noch immer meinen 512i BB. Fast unzerstoerbar, ueber 400.000 km und ueber 25 Jahre alt. Mit Japanern kann ich mich nicht anfreunden, eher schon mit einer GM Corvette.
Wenn man schon großartig debattieren will über japanische oder italienische Fahrzeuge und anscheinend auch schon mal dringesessen ist ( Jochen 25 ), dann sollte man wenigstens wissen, wie man die Marke schreibt ! Nicht Ferrarie ( Jochen 25 ) und auch nicht Ferarri ( Fauspeck ).
Nicht nur in China ist LEXUS eine Luxusmarke!! Eigentlich fast überall auf der Welt außer in Mitteleuropa! Und in den USA ist die Preispolitik auch im Vergleich zu BMW und Mercedes noch selbstbewusster.
Somal der LEXUS im Vergleich wohl eher sein Geld wert sein wird wie der Ferrarie.
War einer von euch schon mal in nem Ferrarie drin gesessen?
Ich ich hatte das Glück ein WE lang einen Ferrarie F430 und einen R8 fahren zu dürfen.
Und ich muss sagen von der Verarbeitung her im Innenraum war mein Astra G besser als der Ferrarie. In der Tür hast die Schrauben gesehen und die Spaltmase haben auch nicht gestimmt. Nur als Beispiel.
Sowas wirds beim LEXUS nicht geben.
Man darf auch nicht vergessen dass ich China der LEXUS eine Luxusmarke ist.
würde auch lieber denn lexus kaufen als einen ferrari oder porsche. habe das geld leider nicht.