Fahrbericht Lexus LFA — 21.10.2009
Ring frei für Japans Mega-Star LFA
So ein Auto hat Japan noch nie gebaut: 375.000 Euro, 560 PS, 325 km/h, auf 500 Stück limitiert. Nippons neuer Supersportler Lexus LFA feiert auf der Tokyo Motor Show 2009 Premiere. AUTO BILD ist ihn schon gefahren.
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Am Ring offenbart der LFA schnell ein paar Schwächen. Erstens das Gewicht. 1480 Kilogramm sind wenig für ein 560-PS-Coupé, aber viel im Vergleich zu F430 Scuderia (1259 kg), 911 GT2 (1515 kg) oder Gallardo LP 550-2 (1455 kg). Oder die wenig alltagstaugliche Motorcharakteristik. 9000 Touren sind toll zwischen Dunlop-Kehre und Audi-S, aber schon bei der Abfahrt nach Mayen wünscht man sich weniger Aufgeregtheit und mehr Drehmoment.
Drehorgel mit fettem Dreirohr-Auspuff
Der LFA ist ein Supersportwagen im Frack: handgeschnitzte 20-Zoll-Bridgestone, supersteife Kohlefaser-Karosserie mit großem Flügelwerk, Carbon-Keramik-Stopper, V10-Power inklusive Gänsehaut-Soundeffekt. Kein Motor der Welt klingt geiler als diese Drehorgel mit dem fetten Dreirohr-Auspuff. Drei Klangbrücken übertragen das Konzert live in den Innenraum. Die Bremse funktioniert als beinahe übersinnlicher Energievernichter. Die Lenkung arbeitet verbindlich wie ein Handschlag. Das Fahrwerk ist Praxis gewordene Magnetfeldtheorie. Das Handling könnte mitteilsamer kaum sein. Grip, Traktion und Straßenlage haben etwas Sekundenkleberhaftes. Keine Frage: Fahrdynamik ist nur selten so unverfälscht erlebbar wie in diesem präzisen und geschmeidigen Spielmobil.
Runterschalten mit Widerstand
Auch die Liebe zum Detail verdient Bewunderung. Die Instrumentenanzeige wechselt auf Knopfdruck – je nach Wunsch. Die Schaltwippen sind unterschiedlich gewichtet – Hochschalten geht federleicht, runter muss ein Widerstand überwunden werden. Sieben verschiedene Schalttempi, ein stilsicherer Mix aus Alu, Carbon und Leder, ein Potpourri der Fahrprogramme von Nässe bis Sport – unfassbar. Und trotzdem: 375.000 Euro sind eine sehr selbstbewusste Ansage. Lexus hat den LFA damit viermal so teuer gemacht wie Nissan den GT-R. Aber viermal so gut ist er nicht ...
Technische Daten Lexus LFA
V10-Front-Mittelmotor • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 4805 cm3 • Leistung 560 PS (412 kW) bei 8700/min • max. Drehmoment 480 Nm bei 6800/min • Hinterradantrieb • Reifen 265/35 R 20 vorn, 305/30 R 20 hinten • automatisiertes sequenzielles Sechsganggetriebe • 0–100 km/h in 3,7 Sekunden • Spitze 325 km/h • Tank 73 Liter • L/B/H 4505/1895/1220 mm • Radstand 2605 mm • Leergewicht 1480 Kilogramm
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Kommentare zum Artikel (132)
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...Was ist dann bitte ein M3, welcher nicht mal einem nicht-Rennfahrer-Test standhält und schon nach dem ersten Tag mit offener Haube da steht? SOrry, aber wann hört Ihr endlich auf die Japaner zu belächeln? Noch NIE hat irgendeine Automarke einen Nissan Skyline schlagen können, weder vor 30 Jahren noch heute, was Leistung angeht, aber auch echte Standfestigkeit. Würde Lexus in EUropa etwas vom Autogeschäft verstehen, würde es den EU-Autoherstellern schon lange viel schlechter gehen. Aber träumt mal weiter und belügt Euch selbst.
BMW, Audi, Porsche, Mercedes & Co. Anhänger: Wieso könnt Ihr nicht einfach zugeben, dass die Japaner bessere und vor allem zuverlässige Autos bauen? Ein LFA soll ein SPielzeug sein? ./.
@murat
Der Lexus mag für einen halbwüchsigen Jungen, der sich auf seiner Playstation ein Auto zusammenbastelt, bestimmt ein tolles Fahrzeug sein. Der Jugend sieht man fehler nach, so wie hier Satelitenschüsseln als Heckspoiler und dieverse A.T.U Plastikanbauteile herhalten mussten.
Aber ernsthaft einen Vergleich zu einem AMG SLR , SLS , Aston Martin Vanquish , Porsche GTR 3 RS oder Ferrari, kann dieser " no-name" Plastikbomber sicher nicht bestehen.
Lexus in Amerika ist in der Tat ein Null-acht-fünfzig -Auto, halt ein veredelter Toyota.Ich war gerade beruflich in Amerika, da ist der Lexus das Fortbewegungsmittel bestimmter goldkettenträger. Ein absolutes no go für Ärzte ,Rechtsanwälte und Manager. Kein Vergleich zu Jaguar ,BMW ,Audi und MB . Und das hat mit der Nationalen Gesinnung sicher nichts zu tun.
Hier in Europa fährt ja auch kaum einer freiwillig diese Fahrzeuge!
Also ich kann @hansjoachim nur zustimmen. Ich hatte selber vor drei Jahren einen Lexus GS
für ein Jahr gefahren und das Teil bei meinem freundlichen Opelhändler gegen einen Signum 2,8Turbo eingetauscht. Mit dem Lexus gab es nur Problem, miese Straßenlage, schwammig, Windempfindlich , sehr hoher Verbrauch, lieblose Verarbeitung ect. die Krönung war aber, das versagen der Bremse nachdem ich den Reschenpass in Südtirol befahren hatte. So etwas ist mir bisher noch mit keinem anderen Fahrzeug vorgekommen.