Fahrbericht Mazda CX-7

Mazda CX-7 Mazda CX-7

Fahrbericht Mazda CX-7

— 28.04.2006

Japanischer Gelände-Sportler

Mit einem dynamischen Crossover prescht Mazda schon 2007 in den stetig wachsenden SUV-Markt vor. Ab zirka 30.000 Euro gibt's Allrad und 244 PS.

Hohe Sitzposition, viel Bodenfeiheit für eventuelle Bordstein-Eskapaden und dank Allradantrieb für jedes Wetter gerüstet – es gibt viele Gründe, die für ein SUV sprechen. Mit dem neuen CX-7 will Mazda nun einen weiteren hinzufügen und auch die dynamischen Kombi-Fahrer ins Boot holen. Der japanische Fünfsitzer ist kompakter (4,65 Meter) als die meisten Konkurrenten und vor allem sportlicher designt, erinnert eher an ein höher gelegtes Coupé mit reichlich Platz als an einen bulligen Geländewagen. BILD fuhr bereits die US-Version. Mit dem gleichen Motor, der auch in Deutschland zu kaufen sein wird: dem 2,3-Liter-Turbo (244 PS, Spitze über 200 km/h). Ein Vierzylinder, der den gut 1,7 Tonnen schweren CX-7 sehr zügig bewegt, der aber ein wenig angestrengt klingt. Von kernigem Motorsound keine Spur.

Dennoch macht es Spaß, mit dem Japan-Keil über kurvige Landstraßen zu düsen. Man sitzt hoch, hat guten Überblick, chauffiert aber kein Schlachtschiff. Das straffe Fahrwerk paßt zur sportlichen Optik, die Lenkung reagiert spontan, die bequemen Sportsitze geben genug Seitenhalt. Einzig die Automatik schaltet bei wechselnden Geschwindigkeiten zu aufgeregt hin und her. Das macht nichts, denn zu uns kommt der CX-7 ausschließlich mit Handschaltung (und Allradantrieb). Los geht’s schätzungsweise bei 30.000 Euro. Genaueres steht noch nicht fest, denn der Sport-SUV startet zwar schon jetzt in den USA (mit Frontantrieb ab 24.000 Dollar), kommt aber erst im März 2007 nach Deutschland. Noch ein Jahr länger wird es dauern, bis eine Dieselvariante zur Verfügung steht. Das ist noch lange hin, zumal der Selbstzünder die begehrtere Motorisierung sein wird.

Der Innenraum paßt zum sportlichen Äußeren. Cockpit, Instrumente und Mittelkonsole machen mit Alueinfassungen einen wertigen Eindruck, viele Ablagen helfen, Ordnung zu halten. Man sieht es dem CX-7 nicht an, aber er ist ziemlich geräumig. Sein Kofferraum schluckt 846 Liter Gepäck, klappt man die Rücksitze um (was mit einem Handgriff kinderleicht funktioniert), passen sogar 1660 Liter ins ebene Ladeabteil.

Fazit: Der Mazda CX-7 hilft, das konservative Image der Marke aufzupeppen. Solange es keinen Diesel gibt, wird er aber eine Rarität auf deutschen Straßen bleiben.

Autor: Joachim R. Walther

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