Fahrbericht Mazda CX-7

Fahrbericht Mazda CX-7 Fahrbericht Mazda CX-7

Fahrbericht Mazda CX-7

— 19.05.2006

So sportlich kann ein SUV sein

Der Mazda CX-7 ist eine scharfe Mischung aus SUV und echtem Sportler. Das Raumwunder mit 244 PS kommt 2007 auch zu uns. Erster Fahrbericht.

Schnelle Optik, aber schwaches Herz

Sport und SUV – ja, geht das denn zusammen? Im Falle des CX-7 behaupte ich: Es geht durchaus. Der Nachfolger des Tribute sieht aus, als stecke die DNA eines RX-8 in ihm. Zur schnellen Optik tragen die sehr flache Frontscheibe (66 Grad) und das nach hinten abfallende Dach bei.

Allerdings ohne beim Platzangebot Kompromisse zu erfordern. Auf den bequemen Vordersitzen finde selbst ich (1,97 m) ausreichend Platz, hinten sitze ich im großen Mazda noch entspannter. Auch beim Kofferraum wurde nicht gespart. Hebel an der Seitenwand ziehen, schon legt sich die geteilte Fondbank flach und eröffnet 1660 Liter Stauraum (nach US-Norm) – mehr lädt auch ein A6 Avant nicht ein. Dazu servieren die Japaner ein aufgeräumtes, sportliches Cockpit. Das griffige Lenkrad kennen wir vom MX-5, die Bedienung birgt keine Rätsel.

Vom Mazda6 MPS leiht sich der CX-7 den Antriebsstrang – spüren läßt sich das allerdings nicht. Die 244 PS des 2,3-Liter-Vierzylinders mit Direkteinspritzung und Turbo lassen Temperament vermissen. Ursache: die Sechsstufen-Automatik von Aisin, die es nur für die USA gibt. Sie schaltet hektisch hin und her, scheint etliche Pferdestärken im Wandleröl zu ertränken. Nur gut, daß es später für Europa eine Sechsgang-Handschaltung gibt.

In Deutschland nur mit Allradantrieb

Bei uns fährt der CX-7 außerdem nur mit Allradantrieb vor. Dabei gelangen über eine Lamellenkupplung bis zu 50 Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder. Das verbessert nicht nur die Traktion, sondern verleiht dem CX-7 auch ein dynamisches Handling. Über die recht stramme Lenkung läßt sich der 1,8-Tonnen-Klotz sehr leichtfüßig bewegen. Gefühltes Handling: absolut Pkw-mäßig. Nur die hohe Sitzposition zeigt mir, daß ich ein SUV fahre.

Beim Thema Komfort bleibt Mazda der Sportlichkeit verbunden. Selbst wildes Kurvenkratzen bestraft der CX-7 nicht mit abenteuerlicher Schlagseite. Die Passagiere erfahren über die 18-Zöller mit 235/60er-Reifen aber oft viel zuviel über den Straßenzustand.

Verträglicher erwarten wir den Preis. Mit sechs Airbags, ESP, Klimaanlage, CD-Radio, elektrischen Fensterhebern und funkgesteuerter Zentralverriegelung sollten gut 30.000 Euro reichen. Der BMW X3 3.0i mit Reihensechser und 231 PS kostet immerhin 41.500 Euro. Großen Ansturm erwartet Mazda bei uns dennoch nicht. Den Grund für die nicht unbedingt typisch japanische Bescheidenheit: Es fehlt ein Diesel, der kommt aber nicht vor 2008. Geplant ist ein 2,2-Liter mit gut 170 PS. Klingt nach Sport, Spaß und Sparen.

Autor: Gerald Czajka

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