Fahrbericht Mazda3 Sport

Fahrbericht Mazda3 Sport Fahrbericht Mazda3 Sport

Fahrbericht Mazda3 Sport

— 29.08.2003

Hier kommt die Nummer 3

Achtung, Golf! Aufgepasst, Astra! Der Nachfolger des Mazda 323 wächst über sich hinaus.

17 Zentimeter mehr, macht 4,42 Meter

Platz da für Mazda! Der alte Schlachtruf ist aktueller denn je. Während fast allen Marken die Zulassungszahlen davonschrumpfen, fährt Mazda von Januar bis Juli ein Plus von 18 Prozent ein.

Mehr noch: Jetzt ist auch Platz da im Mazda. Der 3 wuchs gegenüber Vorfahr 323 F um 17 Zentimeter auf stolze 4,42 Meter – und fährt damit eigentlich in einer anderen Klasse. Was auf den ersten Blick im Innenraum aber nicht unbedingt auffällt, ein Test wird's später zentimetergenau zeigen. Dennoch ahnen wir lachende Gesichter in Leverkusen. Denn Sie können ab 25. Oktober endlich beginnen, bis 3 zu zählen.

Und das geht so: Einsteigen und den Fahrersitz justieren (Beifahrer hat weder Höhenverstellung noch Rückenstütze, auch kein Schubfach unterm Sitz). Nach dem Schlüsseldreh summt die Maschine hörbar sportlich los, das präzise Fünfganggetriebe mach Lust auf mehr (Automatik gibt es vorerst nur im 1.6), das wie immer straffe Fahrwerk hat nichts dagegen.

Tadelloses Kurvenverhalten

Die Plattform der nächsten Focus-Generation (Mazda gehört ja zu einem Drittel Ford) ist prima auf die 1,3 Tonnen abgestimmt. Abrollgeräusche kommen nur auf schlechter Fahrbahn durch, in Kurven benimmt sich der Dreier wie die Besten der Klasse: völlig problemlos. Geht der Steuermann mal zu schnell in die Kurve, bremst DSC den Wagen fürsorglich ein. Fehlt DSC (Comfort 1.4, Comfort 1.6 plus 520 Euro), dann meldet das Fahrwerk gutmütigen Heckschwenk an. Zum Korrigieren bleibt allemal Zeit, wobei die Lenkungen keinen fühlbaren Unterschied zeigen. Denn im 1.6 steckt eine herkömmliche Servo-Unterstützung, im 2.0 eine elektrohydraulische.

Der Mazda3 Sport zielt in die Golf-Klasse. Der neue Golf V zieht mit 4,20 Metern den deutlich Kürzeren, kann aber preislich fast mithalten (15.220 Euro). Mit 14.990 Euro soll die neue Mazda-Zugnummer beginnen, dafür gibt es den 1,4-Liter-Benziner mit 80 PS, der auch schon die Nummer 2 antreibt. Das Basismodell stand aber noch nicht für Probefahrten bereit, es warteten der 1.6 (77 kW/105 PS) und der 2.0 mit 110 kW/150 PS.

Zu Recht schätzt Mazda-Chef Klaus Tarlatt, dass fast die Hälfte aller Kunden den 1.6er wählen wird. Der neue Motor ist drehfreudig, gleichzeitig elastisch. Er regelt erst bei 6600 Touren ab, lässt sich aber auch im Fünften durch die Stadt bummeln.

Technische Daten im Überblick

Ein alter Bekannter aus dem großen 6 ist der heiße Zweiliter mit 150 PS (sogar die Batterie hat Luftkühlung). Er macht dem Namen "Sport" alle Ehre, wenngleich die 45 Mehr-PS zunächst zurückhaltend auftreten. Erst wenn es gegen 200 geht, spielt das Spitzenmodell seine Stärken aus.

Die es natürlich auch innerlich besitzt. So hat der 2.0 Top serienmäßig Diebstahlsicherung, Xenonlicht, 17-Zoll-Alus, Licht und Wischer mit Einschaltsensoren sowie Klimaautomatik. ABS-Bremse, sechs Airbags und Radio sind natürlich in allen 3 drin. Diesel lassen noch bis April auf sich warten. Dann sollen die beiden 1.6er mit 90 und 110 PS aber auch einen Partikelfilter haben. Kein Problem, die Aggregate stammen ja vom Peugeot-Konzern.

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