Fahrbericht Mercedes GLK 350

Mercedes-Benz GLK 350 Mercedes-Benz GLK 350

Fahrbericht Mercedes GLK 350

— 15.05.2008

Geländetalent

Erste Ausfahrt, erstes Lob: Im Gelände gibt sich der neue Mercedes GLK keine Blöße. Im Gegenteil, neben den Kletterkünsten beeindruckte uns vor allem der souveräne Fahrkomfort.

Der ML 420 vor uns wird langsamer, stoppt für einen Moment, rutscht dann rückwärts die Steigung hinunter. Zu steil? Zu seifig? Nicht für den unseren GLK 350. Der ist leichter, flinker, spurtstärker als der ML mit V8-Diesel und Turboloch. Also nichts wie durch: mit gebremstem Schaum anfahren, das Moment mitnehmen, genug Schwung holen für die letzte Hürde – geschafft. Voraussetzung für den wilden Ritt durch die abgeschirmte Kiesgrube ist das optionale Offroad-Technikpaket. Es beinhaltet einen großflächigen Unterfahrschutz, ein optimiertes ABS-Programm, die in einzelnen km/h-Schritten einstellbare Bergabfahrhilfe DSR und die G-Taste. Drückt man sie, dann stellt die Elektronik um auf eine weichere Gaspedalkennlinie und auf angepasste Schaltpunkte.

Mobilität, toller Komfort und viel Fahrspaß

Außerdem wird das manuelle Schaltprogramm aktiviert, und das ESP wehrt sich nicht mehr gegen gewollten Radschlupf. Auch mit Offroad-Paket besitzt der GLK weder ein Untersetzungsgetriebe noch irgendeine Art mechanischer Sperren. Die Traktion wird fast ausschließlich per Schlupfregelung und Bremseneingriff sichergestellt. Nur bei extrem glatter Fahrbahn stellt die Lamellenbremse im Zentraldifferenzial einen starren Durchtrieb zwischen den Achsen her. Man kann aber auch das ESP ausschalten und im gepflegten Drift durch die Kiesgrube glühen – so viel Grinspotenzial hätten wir dem Kantenhauber gar nicht zugetraut. Im direkten Vergleich mit dem ML überrascht der GLK auch durch sein erstaunliches Platzangebot. Die steilen Scheiben helfen beim Durchblick nach vorn und bei der Übersichtlichkeit nach hinten.

Serienmäßig an Bord sind der Anfahrassistent (verhindert das Zurückrollen), das ebenso schluckfreudige wie erdverbundene Agility-Control-Fahrwerk (hält trotz langhubiger Federwege souverän die Spur) und der Bremsassistent mit zusätzlichen Funktionen (stabilisierend und vorausschauend). Auch der Motor im GLK 350 macht Spaß. Der V6-Benziner ist zwar weniger durchzugskräftig als die beiden Diesel, hängt aber gut am Gas und harmoniert blendend mit der Siebenstufenautomatik. Fazit der ersten Testfahrt Der Mercedes GLK vermittelt eine rare Mischung aus bester Mobilität, tollem Komfort und viel Fahrspaß.

Autor: Georg Kacher

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