Mitsubishi Concept Car

Mitsubishi Concept Car Mitsubishi Concept Car

Fahrbericht Mitsubishi Concept Car

— 27.04.2005

Cooler Colt: Cabrio & Coupé

Mit einem knackigen Hardtop-Cabrio will Mitsubishi ab April 2006 bei den offenen Minis mitmischen.

Im Fond reist am besten Gepäck

Wer später kommt, den kann das Leben auch begünstigen. Er kann aus den Fehlern anderer lernen. Wie Mitsubishi. Als über den neuen Colt nachgedacht wurde, war von einem Cabrio nie die Rede. Fünftürer, Dreitürer, fertig. Erst Ende 2003 und nach dem positiven Echo auf die auf dem Genfer Salon gezeigte Studie CZ2, entschied man sich dann doch für eine offene Version. Diese soll nun in genau einem Jahr auf der Straße sein, mit – wie Mitsubishi sagt – höherem Nutzwert als bei der Konkurrenz.

Unverkennbar schielen die Japaner auf den Peugeot 206+ CC. Doch dem Franzosen fehlt etwas ganz Wichtiges: Platz fürs Gepäck, nachdem das faltbare Dach im Kofferraum verschwunden ist. Daher konzipierte Mitsubishi das Colt Cabrio von Beginn an als 2+2-Sitzer, wohlwissend, daß hinten kein Erwachsener jemals sitzen wird (kann). Dafür eignet sich der Fond ideal für Freizeitgepäck. Porsche-Cabrio-Fahrer kennen das nur zu gut. Somit wird auch der offene Colt maximal nur zwei Personen Luft um die Nase wehen.

Wie die riecht, konnten wir im vorläufigen Prototyp erfahren, der bereits zu 95 Prozent so aussieht wie das zukünftige Serienmodell. Die Plattform stammt vom fünftürigen Colt, da er bei gleichem Radstand wie der Dreitürer hinten sechs Zentimeter mehr Überhang hat. Dies ist wichtig, um genügend Platz für das Hardtop zu erhalten.

In 25 Sekunden oben ohne

Die Windschutzscheibe verläuft flacher, ist im oberen Bereich nochmals gebogen. Das sorgt einerseits für weniger Zugluft, andererseits verkürzt es die Dachlänge und bringt mehr Stabilität im geschlossenen Zustand. Fest fühlt sich auch der geöffnete Colt an. Zumindest, solange er neu ist.

Antriebstechnisch erhält das Cabrio bis auf den Dreizylinder-Einstiegsmotor die gleiche Motorenpalette wie die Limousine, einschließlich des 150-PS-Turbos aus dem CZT. Diesel sind nicht vorgesehen. Gebaut wird der coole Colt allerdings nicht in Holland wie seine Festdachbrüder, sondern in Italien bei Pininfarina, der auch an der Konstruktion des Hardtops beteiligt war. Die hydraulische Steuerung des Faltdaches soll so ausgelegt werden, daß es in weniger als 25 Sekunden vollständig versenkt ist. Von den 400 Liter Kofferraumvolumen (80 mehr als im 206 CC) bleiben dann rund 140 Liter.

Auf die Frage nach dem voraussichtlichen Preis antwortet Mitsubishi mit Schulterzucken. "Wissen wir noch nicht." Geben dann aber zu verstehen, daß man sehr genau auf den Peugeot schauen wird. Unser Tip: Der Colt wird sicher ein paar Euro darunterbleiben.

Autor: Michael Specht

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