Fahrbericht Mitsubishi L200

Fahrbericht Mitsubishi L200 Fahrbericht Mitsubishi L200

Fahrbericht Mitsubishi L200

— 29.12.2005

Laster light mit Ladefläche

Damit künftig auch SUV-Fahrer anbeißen, hat Mitsubishi den L200 mächtig rausgeputzt. Neuer Motor, neuer Antrieb, neue Optik.

L200 jetzt als Sports Utility Truck

Über zehn Jahre lang hat Mitsubishi am Pick-up L200 technisch kaum etwas verändert. Im letzten Jahr aber verdrängte der Nissan Pick-up den L200 auf Platz zwei. Auch darum ist beim Nachfolger nun alles anders: Mitsubishi rüstet auf und gönnt dem Kleinlaster einen straßentauglichen Permanent-Allradantrieb. Jedenfalls in den besseren Versionen, die eindeutig auf SUV-Käufer abzielen und weniger auf Pick-up-Kunden.

Ohne die ausstattungsabhängige Heckstoßstange ist der L200 kaum gewachsen und kratzt gerade mal die Fünfmeter-Marke. Deutlich größer als bisher ist aber der Innenraum. Dafür ist die Ladefläche geschrumpft und "nur" noch 1,32 Meter lang. Das Motto lautet ganz eindeutig: mehr SUV, weniger Laster. Deshalb bezeichnet Mitsubishi den L200 auch als SUT – Sports Utility Truck.

Neben dem Land Rover Defender verfügt der L200 als erster Pick-up über ein vollwertiges 4x4-System. Es stammt aus dem Pajero. Ergänzt wird es von einer elektronischen Schlupfregelung fürs Gelände und von einem ESP für die Straße. Das sorgt erstmals bei einem Pick-up für ein wirklich gutes Fahrverhalten auf befestigten Straßen.

Neuer starker Diesel mit 136 PS

Neu ist auch der Motor: Aus dem 2,5-Liter-Wirbelkammer- Vierzylinder entwickelten die Japaner einen Common-Rail-Direkteinspritzer, der erheblich kerniger am Gas hängt. Da der L200 kaum schwerer geworden ist, sorgen seine nun 136 PS für muntere Fahrleistungen. Für besseren Federungskomfort und den klassenkleinsten Wendekreis (11,8 Meter) hat der L200 eine neue Schraubenfeder-Vorderachse bekommen; hinten bleibt es bei Blattfedern.

Im Innenraum bietet die Doppelkabine respektablen Sitzkomfort. Die Ausstattung der Top-Versionen ist reichhaltiger und SUV-näher als bisher. Die Anderthalbkabiner- Version namens Club Cab bietet weiterhin nur winzige, wenig bequeme Notsitze hinten. Die kleinen Zusatztüren, wie sie in Nissan und Ford/Mazda für einfacheren Zugang sorgen, gibt es nicht. Zu haben ist der neue L200 außerdem mit zweisitziger Einzelkabine.

Alle Varianten haben den gleichen Motor und das gleiche Fünfganggetriebe. Nur für die hoch ausgestatteten Doppelkabiner ist alternativ auch eine recht weich schaltende Viergangautomatik lieferbar.

Technische Daten: R4-Turbo • vier Ventile pro Zylinder • zwei obenliegende Nockenwellen • Hubraum 2477 cm3 • Leistung 100 kW (136 PS) bei 4000/ min • max. Drehmoment 314 Nm bei 2000/min • Allradantrieb, Zentraldifferential • Fünfganggetriebe • Einzelradaufhängung vorn, Starrachse hinten • Länge/Breite/Höhe 5075/1800/1800 mm • Reifen 245/65 R 17 • Leergewicht 1865 kg • Zul. 985 kg • Spitze 167 km/h • Verbrauch 8,6 l Diesel auf 100 km

Autor: Thomas Rönnberg

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