Fahrbericht Multipla Fiat

Fahrbericht Multipla Fiat Fahrbericht Multipla Fiat

Fahrbericht Multipla Fiat

— 11.06.2004

Profil gewonnen

Neue Schnauze, alte Tugenden – ein geschickter Dreh, um auf Stückzahlen zu kommen. Multipla hat's verdient.

Neue Nase bietet besseren Fußgängerschutz

Mit etwas Wehmut lässt sich sagen: Der neue Multipla ist anders geworden. Glatter, angepasster. Weg ist die viel gescholtene Charakternase, jetzt glänzt der Van mit artigem Gesicht. Facelift einmal ganz wörtlich genommen.

Okay, auch hinten zeigen sich Retuschen. Die Rückleuchten sind schlichter gezeichnet, das Fiat-Logo ist gewachsen. Mehr aber nicht. Die Fangemeinde wird diese Schönheitsoperation trotzdem bedauern. Von weitem wirkt die Front mit den modischen Klarglas-Augen jetzt austauschbarer, aus dem Individualisten ist ein Jedermann geworden. Die neue Glattnase, die den Vorderwagen um zehn Zentimeter verlängert, ist aber auch für besseren Fußgängerschutz nötig. Den hätte die faltigere Front nicht mehr bieten können.

Sehr groß kann die Fangemeinde aber nicht gewesen sein: Seit dem Marktstart vor knapp sechs Jahren hat Fiat europaweit erst rund 200.000 Froschgesichter abgesetzt – das macht der VW Touran in zwei Jahren. So dürfte die optische Veränderung bei den Kunden wohl doch ganz gut ankommen. Fiat Deutschland ist dennoch sehr, sehr vorsichtig. Fürs nächste Jahr plant der Importeur nur 2500 Einheiten, wir halten die doppelte Zahl für möglich.

Ab 25. September 2004 auf dem Markt

Motorisch gibt es nichts Neues zu vermelden. Der von uns jetzt gefahrene 1,9-Liter-JTD bestreitet wohl auch in Zukunft rund zwei Drittel der Verkaufszahlen, erreicht aber noch keine Euro-4-Sauberkeit. Basis-Benziner bleibt der 1.6 16V mit 76 kW/103 PS, Basis-Preis: 17.950 Euro.

Ebenfalls weiter im Programm ist der Bipower-Antrieb. Wahlweise lässt sich der 1,6-Liter wie bisher auf Tastendruck mit Benzin (103 PS) oder Erdgas (dann 92 PS) betreiben. Ab dem Facelift, das erst am 25. September auf den deutschen Markt kommt, heißt er Multipla Natural Power. Der Preis steigt dann um 250 auf 20.750 Euro.

Alle anderen Multipla-Qualitäten sind geblieben: glatter Wagenboden, der den Einstieg und die Zuladung erleichtert. Fast senkrechte Seitenwände erlauben es, den Raum optimal auszunutzen. Das Heck bleibt einprägsam gerundet – wie gehabt.

Technische Daten im Überblick

Auch innen ist der Multipla sofort wiederzuerkennen. Die zwei Sitzreihen mit den jeweils drei Einzelstühlen bekamen ein neues Stoffdesign, eignen sich von den Abmessungen her optimal für sechs schlanke Italiener(innen). Korpulentere Insassen können Abstand halten, indem sie die Lehnen der beiden Mittelsitze umlegen. Dann fahren sie natürlich nur zu viert.

Technische Daten • Reihen-Vierzylinder • 2 Ventile pro Zylinder • eine oben liegende NockenwelleTurbolader • Hubraum 1910 cm3 • Leistung 85 kW (115 PS) bei 4000/min • maximales Drehmoment 205 Nm bei 2000/min • Frontantrieb • Fünfgang • Einzelradaufhängung • Kofferraum 430 Liter (1300 bei umgeklappter Rückbank) • Tank 63 Liter (Diesel) • Länge/Breite/Höhe 4090/1870/1720 mm • Reifen 185/65 R 15 H • 0 bis 100 km/h in 12,2 s • Leergewicht 1445 kg • Gesamtgewicht 2050 kg • Spitze 176 km/h • Preis 19.950 Euro

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