Fahrbericht Passat CC
— 09.04.2008Das fehlende i-Tüpfelchen
AUTO BILD ist den neuen Passat CC gefahren - in der Top-Variante V6 4Motion. Das Coupé überzeugt mit modernster Technik und Sportler-Genen. Der letzte Kick zum Superstar fehlt jedoch.
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Bequemes Gestühl mit einer geballten Ladung Technik
Das Coupé ist flacher, breiter und länger als die Limousine und wirkt daher deutlich stattlicher und eleganter.
Außerdem wartet gleich eine Armada von Assistenten darauf, dem Fahrer unter die Arme zu greifen: Park-Assist (automatisches Einparken wie beim VW Touran), Front-Assist (warnt bei zu wenig Abstand und zieht bei Bedarf automatisch die Bremse) und – ganz neu – Lane-Assist. Letzterer lenkt beim Annähern an Fahrmarkierungen eigenmächtig gegen, sanft nur, aber spürbar. Wird geblinkt, schaltet sich das System jedoch selbsttätig aus. Die geballte Ladung Technik macht aus dem Passat ein Auto, das auch jenseits der Mittelklasse keinen Vergleich scheut. Der 300-PS-Direkteinspritzer lässt den 1,6-Tonner beim Gasgeben ohne Verzögerung abzischen, wenn nötig, reicht es angeblich, um in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 zu kommen (Spitze 250 km/h). Ganz schön flott für einen Passat. Allerdings klingt der langhubige 3,6-Liter dabei etwas angestrengt, es gibt kultiviertere Sechszylinder. Das DSG-Getriebe garantiert schnelle Gangwechsel, immer wieder eine Freude, und der Allradantrieb sorgt dafür, dass auch in engen Kurven die Kraft nicht verpufft.
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Super ist nicht super genug
Dass sich schlechte Straßen bei aller sportlichen Straffheit ohne Zähneklappern meistern lassen, spricht für die Fahrwerksabstimmung. Alles spitze also? Wie man's nimmt. Objektiv lässt sich diesem Super-Passat zwar wenig ankreiden, doch gefühlsmäßig fehlt da noch eine Kleinigkeit: Nennen wir es Faszination. Klar, ziemlich abgegriffen der Ausdruck, aber er steht für die delikateren Fahrqualitäten – eine sensible, gefühlvolle Lenkung etwa oder Fahreigenschaften, die dem Fahrer noch Spielraum lassen. Da gilt für den Passat CC die alte kulinarische Regel: Tolle Zutaten allein garantieren noch keinen Hochgenuss. Wer den Passat im Sonntagsstaat etwas preisgünstiger genießen möchte, muss übrigens nicht verzagen: Als Vierzylinder mit 160 PS gibt es ihn bereits für 30.300 Euro, alternativ gibt es ihn als TDI (140 PS) für 30.775 Euro.
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