Fahrbericht Peugeot 207

Fahrbericht Peugeot 207 1.6 HDi FAP 110 Fahrbericht Peugeot 207 1.6 HDi FAP 110

Fahrbericht Peugeot 207

— 28.03.2006

Die neue Zugnummer

Als Nachfolger des Bestsellers 206 geht nun der 207 ins Rennen. Deutlich gewachsen, soll er an die Erfolge des kleinen Frauenlieblings anknüpfen.

Größer, dynamischer, schwungvoller

Alles begann 1929. Da erschien mit dem 201 der erste Peugeot mit einer "2" vorn und einer "0" in der Mitte. Die Zweier-Baureihen mit 202, 203 und so weiter wurden dann enorm wichtig für Peugeot – knapp ein Drittel aller jemals gebauten Peugeot gehört dazu. Vor allem die beiden Bestseller 205 (ab 1983, knapp 5,3 Millionen Stück) und 206+ (ab 1998, 5,4 Millionen) räumten richtig ab. Ein dickes Brett, das der neue 207 da bohren muß. Hat er das Zeug dazu?

Ziemlich dynamisch steht er auf der Straße, mit riesigem Familien-Grill, sehr schräg stehender Frontscheibe und dem rundlichen Heck. Und richtig gewachsen ist er gegenüber dem 206: um 21 Zentimeter in der Länge auf 4,03 Meter, fast zehn Zentimeter in der Breite auf 1,75 Meter und knapp fünf Zentimeter in der Höhe auf 1,47 Meter. Das sind übrigens genau die Größenordnungen von Fiat Grande Punto und Renault Clio, ein VW Polo ist elf Zentimeter kürzer – und damit beinahe Klassen-Mini.

Was dieses Wachstum bringt, läßt sich förmlich greifen: Im 207 geht es vorn ausgesprochen luftig zu. Angenehm vor allem die Breite. Im Fond sind die Vorteile nicht auf Anhieb spürbar – wir werden das in einem späteren Test noch exakt vermessen. Sicher ist aber, daß der Gepäckraum zugelegt hat, dort passen jetzt 270 statt vorher 245 Liter rein. Ab Basis sind dazu Rückbank- und -lehne umklappbar. Cockpit und Innenausstattung sind wie die Außenhaut mit viel Schwung gemacht, nett und eigenständig – finde ich jedenfalls. Verarbeitet waren die ersten Exemplare Peugeottypisch: routiniert, aber nicht gerade akribisch im Detail.

Zum Markstart zwei Benziner, ein Diesel

Für die ersten Probefahrten habe ich mir den neuen 1,6-Liter-HDi-Diesel mit 109 PS gegriffen. Das Aggregat entstammt der Kooperation mit Ford und ist ein Ereignis: kraftvoll, leise, drehfreudig und durchzugsstark – perfekt. Und – kaum zu glauben – aus dem Auspuff klingt fast so etwas wie ein Röhren. Im Zusammenspiel mit dem leicht schaltbaren Fünfgang-Getriebe und der recht direkt ansprechenden Servolenkung macht dieser Diesel richtig Spaß.

Wie viele neue Autos fährt sich auch der 207 überraschend straff – zumal mit den 17-Zöllern des Testwagens. Zu diesem Motor paßt das noch. Manchen könnte die knochige Federung jedoch auch nerven, wir reden hier schließlich von einem Klein- und nicht von einem Sportwagen. Zum Start am 6. Mai wird es bei uns zwei Benziner mit 88 und 109 PS geben, dazu den HDi. Im September folgen dann ein 73-PS-Benziner und die Motoren, die aus der Kooperation mit BMW stammen: 1,6-Liter mit 115 PS und 150 PS. Wohl erst 2007 startet der HDi FAP mit 90 PS.

Von frech bis sportlich: vier Ausstattungen

Die Preise für den 207 beginnen bei 11.650 Euro für die dreitürige Einstiegsversion Filou 75 mit dem 1,4-Liter-Benziner. Zum Vergleich: Der 206, der übrigens weiter gebaut wird, startet nach wie vor bei 10.550 Euro. Und der 207 Filou FAP 110 mit 1,6-Liter-HDi kostet 14.850 Euro, der Aufpreis für den Fünftürer beträgt jeweils 700 Euro. Mit den Preisen sortiert sich der Peugeot bei Fiat Grande Punto und Renault Clio ein, der VW Polo liegt drüber.

Den ersten Eindrücken nach ist der 207 ein gelungener Wurf: ansehnlich und charmant. Richtig spannend wird es aber erst mit den neuen Motoren: dem 90-PS-HDi und den BMW-Aggregaten.

Die Ausstattungen:Filou: Fahrer-, Beifahrer-, Seitenairbags, ABS, Bremsassistent, elektrische Servolenkung, drei Kopfststützen hinten, zwei Isofix, E.-Fensterheber vorn, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Fahrersitz höhenverstellbar, Rückbank- und -lehne asymmetrisch geteilt klappbar, Außenspiegel in Wagenfarbe, Schutzleisten schwarz. • Tendance: Windowbags, Klimaanlage, Beifahrersitz höhenverstellbar, Bordcomputer, Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar, Kopfstützen neigungsverstellbar, Türgriffe in Wagenfarbe. • Sport: ESP, Nebelscheinwerfer, Sportsitze, Gepäcknetz, Alu-Räder, Alu-Endrohr, Lederlenkrad, Schutzleisten lackiert, Front Alu-Optik. • Platinum: Zweizonen-Klimaautomatik, Panorama-Glasdach, Kurvenlicht, 17-Zoll-Alu-Räder, Audio-Anlage RD4, Reifendrucksensor, Alu-Pedale, Teilledersitze, Alu-Schalthebel.

Autor: Dirk Branke

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