Fahrbericht Peugeot 207 SW RC

Peugeot 207 SW RC Peugeot 207 SW RC

Fahrbericht Peugeot 207 SW RC

— 11.12.2007

Lust und Laster

Frohe Kunde für Väter: Die Kleinfamilie kommt jetzt auf Wunsch etwas schneller ans Ziel. 175 PS machen den Peugeot 207 SW RC zum rasenden Transporter. Wobei die praktischen Seiten nicht zu kurz kommen.

RC steht bei Peugeot für die sportliche Linie. Und die erhält mit dem 207 SW RC prominenten Zuwachs. Die Mischung aus Lifestyle-Kombi und Sportwagen ist eine echte Fahrmaschine und macht mächtig Spaß. Verantwortlich dafür ist vor allem der gemeinsam mit Mini entwickelte 1,6-Liter-Motor, der dank Turbopower satte 175 PS auf die Vorderräder zwingt und mit 240 Newtonmetern auch beim Drehmoment nicht geizt. Der schnelle Ampelstart endet bei Nässe mit durchdrehenden Pneus. Weil das Maximum an Kraft bereits bei 1600 Touren anliegt, ist auch schaltfaules Mitschwimmen im Verkehr kein Problem. Wer will, kann den kleinen Franzosen in 7,6 Sekunden auf Tempo 100 treiben und mit 220 km/h über die Autobahn scheuchen. Dabei bleibt der Verbrauch mit 7,4 Litern Kraftstoff im Schnitt erfreulich niedrig.

Gesunde Härte im Kurvenkampf

Rasender Transporter: Der 207 SW RC rennt 220 km/h.

Gewisse Nehmerqualitäten sollte der RC-Jünger allerdings mitbringen: Der Sportkombi ist deutlich härter ausgelegt als das ebenfalls schon straff gefederte "normale" Pendant, zudem rauben die 17-Zoll-Räder mit 205er-Breitreifen merklich Komfort und laufen jeder Spurrille nach. Keine Spur von sanfter Sänfte, hier werden Fahrbahnunebenheiten relativ ungefiltert weiter gegeben. Zum sportlichen Eindruck trägt auch die direkte Lenkung bei, mit der das Kurvenräubern zum Vergnügen wird. Der Fahrer genießt Serpentinen auf Sportsitzen in Teilleder, die dank ausgeprägter Seitenwangen guten Halt geben. Hinten sitzen Personen bis 1,80 Meter durchaus kommod.

Auch optisch ganz Sportler

Sportsitze, rote Zeiger oder Alu-Pedale weisen den RC innen als Sportler aus.

Auch optisch mimt der RC den Sportler: Zum RC-Paket gehören unter anderem matt verchromte Außenspiegel, dunkel eingefasste Scheinwerfer vorn, dunkel getönte hintere Scheiben, ein Dachkantenspoiler sowie ein trapezförmiges Doppel-Endrohr. Innen fallen Rundinstrumente in  Schachbrett-Optik mit Chromzierringen, fächerförmigen Skalen und roten Zeigern ins Auge. Das mit Daumenmulden bestückte Lederlenkrad ist gleich mit zwei unterschiedlichen Lederarten bezogen, damit ja alles im Griff bleibt. Pedale sowie ein Schalthebelknauf in Aluminium-Optik runden das Paket ab. Weniger erfreulich für den praktisch denkenden Besitzer: Peugeot hat aus optischen Gründen die Dachreling weggelassen, ein Fahrradträger oder eine Skibox finden hier keinen Platz.

Der RC taugt auch als Laster

Neben den sportlichen Ambitionen bringt der 207 SW durchaus Transportqualitäten mit: Er steckt zwischen 337 und 1258 Liter Gepäck weg, bleibt aber mit 4,16 Metern Länge erfreulich kompakt. Die hinteren Sitze klappen leicht und eben weg, die Ladekante ist mit 55 Zentimetern nierdrig, die maximale Ladelänge mit 1,70 Metern üppig. Praktisch sind auch die separat zu öffnende Heckscheibe und die dreifach faltbare Heckablage. Wer jetzt Lust auf den schnellen Transport verspürt, muss mindestens 22.000 Euro anlegen. Viel Geld, aber der Franzose rollt in Komplettausstattung zum Kunden. Das Panoramaglasdach mit 1,1 Quadratmetern Fläche ist ebenso Serie wie diverse elektrische Helfer oder ein CD-Radio. Zum Vergleich: Ein gleich starker Mini Clubman erregt vielleicht mehr Aufsehen, kostet aber – schlechter ausgestattet – fast 2000 Euro mehr und schluckt weniger Gepäck. Womit deutlich wird, dass Peugeot die Kombination zwischen Lifestyle und Sport gelungen ist. 

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