Fahrbericht Peugeot 607 HDi

Peugeot 607 V6 HDi Peugeot 607 V6 HDi

Fahrbericht Peugeot 607 HDi

— 30.12.2004

Jetzt mit Löwenherz

Flüsterleise, aber bärenstark: Der 607 mit neuem V6-Diesel soll nach dem Facelift den deutschen Markt erobern.

Vornehmes Grummeln

Er gehört bei uns zu den exotischen Limousinen. Nur rund 1000 Exemplare verkaufte Peugeot bis Ende November von seinem Flaggschiff 607. Doch das soll sich ändern. Fürs nächste Jahr peilt Peugeot in Deutschland fast eine Verdoppelung seiner 607-Neuzulassungen an. Für solches Wachstum soll neben einem sehr dezenten Facelift vor allem der V6-Diesel sorgen, der zusammen mit Ford entwickelt wurde.

Erster Eindruck: Ein Gewinn für den 607, schon weil der Common Rail extrem laufruhig ist. Man muß schon genau hinhören, um den Motor als Selbstzünder zu identifizieren. Beim Beschleunigen ist nur gedämpftes Grummeln zu vernehmen. Viel vornehmer kann ein Diesel nicht klingen.

Trotz seiner akustischen Zurückhaltung ist der Vortrieb kraftvoll. Sein Drehmomenthoch von 440 Newtonmetern liegt schon bei 1900 Touren an. Mit diesem Wert ist der 607 der stärkste Fronttriebler seiner Klasse. Traktionsprobleme sind ihm dennoch fremd. Selbst beim Kickdown behalten die Vorderräder Grip und beschleunigen den 1,8-Tonner in 8,7 Sekunden auf 100 km/h. In der höchsten Fahrstufe summt der HDi bei diesem Tempo mit nur 1700 Umdrehungen vor sich hin.

Technische Daten und Preis

So leise der Motor auch sein mag, richtig ruhig ist der Peugeot nicht. Bei forcierter Fahrt stören lästige Windgeräusche. Auch der Schaltkomfort der neuen Sechsgang-Automatik könnte besser sein. Besonders bei zügiger Fahrt mit Kickdown wirken die Gangwechsel zu träge.

Daran ändert auch die Wahl des Sport-Programms wenig. Beim Fahrwerk dagegen haben es die Entwickler mit der Sportlichkeit übertrieben. Lange Wellen parieren die elektronisch gesteuerten Dämpfer gut. Doch kurze Anregungen durch Querfugen dringen ins Wageninnere durch und sind auch im Lenkrad zu spüren. Eine Auslegung, die nicht zum vornehmen Anspruch des 607 paßt. Lob verdient der serienmäßige Partikelfilter, der zwar mit Additiven operiert, aber erst nach 210.000 Kilometern gewartet werden muß.

Bei uns sollen 65 Prozent aller 607 als V6 HDi ausgeliefert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der V6-Diesel keinen Cent teurer als der V6-Benziner. Die Sport-Version kostet jeweils 39.900, der edle Platinum 42.400 Euro. Und den V6 HDi gibt es zudem als Prémium schon für 37.900 Euro.

Technische Daten V6-Diesel mit Partikelfilter • vier Ventile pro Zylinder • vier obenliegende Nockenwellen • Hubraum 2720 cm³ • Leistung 150 kW (204 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment 440 Nm bei 1900/min • Frontantrieb • Sechsgangautomatik • Einzelradaufhängung vorn und hinten • Kofferraum 468 Liter • Tankinhalt 80 Liter • Länge/Breite/Höhe 4902/1800/1442 mm • Reifen 225/50 R 17 Y • Leergewicht 1798 kg • Spitze 230 km/h • 0–100 km/h in 8,7 s • Verbrauch 8,4 l D • Preis 37.900 Euro

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