Peugeot Partner Tepee HDi FAP 110

Peugeot Partner Tepee HDi FAP 110 Peugeot Partner Tepee HDi FAP 110

Fahrbericht Peugeot Partner Tepee HDi FAP 110

— 16.05.2008

Ein Partner zum Leben

Der Tepee soll an ein Zelt erinnern. Aber eigentlich ist er eine Halle auf Rädern. Seinen großen Auftritt hat der Tepee als Lastesel. Der Kofferraum wächst von 505 bis zu 3000 Liter.

107, 308, 607 – normalerweise sortiert Peugeot seine Autos nach simpler Dreiziffern-Hirarchie. Ein langweiliger Nummernsalat. Anders die Nutzfahrzeuge: Sie hören auf Namen. Zum Beispiel Expert, Boxer, Bipper oder Partner. Letzterer steht ab sofort komplett neu auch als Pkw-Version bei den Händlern und trägt den Modellzusatz "Tepee". Der Partner Tepee basiert auf dem Peugeot 308 und ist ein ausgesprochen durchdachter und anpassungsfähiger Kastenwagen. Gegenüber seinem Vorgänger (bleibt als Partner Origin im Angebot) ist der Neue fast 25 Zentimeter länger und zehn Zentimeter breiter. Dadurch gewinnt der Innenraum erheblich an Volumen. Platzmangel gibt es weder vorn noch hinten. Der Einstieg ist durch die hohe Sitzposition sehr bequem, und die Übersicht ist vorbildlich. Auch beim Rangieren. Die optionale Einparkhilfe (320 Euro) kann man sich sparen.

Der Peugeot ist ein Staufach-Wunder

Ausbaubare Fond-Einzelsitze erweitern das Stauvolumen auf bis zu 3000 Liter.

Im Fond hat der Tepee ebenfalls etwas von einer Halle auf Rädern. Die Sitzposition ist einen Tick höher als vorn und selbst auf Langstrecken gemütlich. Seinen großen Auftritt hat der Tepee natürlich als Lastesel. Schon im Normalfall schluckt der Kofferraum 505 Liter. Durch umklappen oder ausbauen der Rücksitze wächst er auf bis zu 3000 Liter. So wird der Peugeot zum Ideal-Partner für alle, die Fahrräder, unzerlegte Modellflugzeuge oder umfangreiche Campingausrüstungen transportieren. Und der Peugeot ist ein Staufach-Wunder: im Boden, unter den Sitzen, auf dem Armaturenträger, neben dem Radio, zwischen den Sitzen, unterm Dach, in allen Türen. Wer einen intensiv genutzten Partner aufräumen muss, sollte sich lieber einen freien Tag nehmen. Wem diese Ablage-Orgie noch nicht reicht, kann für 750 Euro Aufpreis das praktische Multifunktionsdach "Zénith" mit weiteren Staufächern ordern.

Dieser Peugeot ist ein hochvariabler Alleskönner.

Zur Markteinführung bietet Peugeot den Tepee ab 14.500 Euro an (90-PS-Benziner), in der gefahrenen 109-PS-Dieselversion beginnt es bei 18.850 Euro. Wer später bestellt, muss für beide jeweils 1000 Euro mehr bezahlen. Erster Fahreindruck: Der Diesel ist durchzugsstark, lässt sich schaltarm bewegen, ist angenehm leise und verbraucht selbst bei schneller Fahrt nicht mehr als sieben Liter auf 100 Kilometer. Weniger überzeugend sind die gefühllose Lenkung und die unpräzise Schaltführung. Automatik gibt es nicht. Der Fahrkomfort ist okay. Auf schlechten Straßen wirkt die Hinterachse des unbeladenen Partner allerdings poltrig. Das geht noch. Was aber gar nicht geht: Für die Partner-Basisversion "Esplanade" ist das dringend empfehlenswerte Antischleuderprogramm ESP unverständlicherweise nicht erhältlich.

Gleiches gilt für den Dieselpartikelfilter. Der gehört für die 109- und 90-PS-Selbstzünder (ab Herbst 2008) zur Serienausrüstung, der 75-PS-Einstiegsdiesel hat ihn aber nicht. Auch nicht gegen Aufpreis.

Fazit von Jörg Maltzan

Der neue Partner verdient seinen Namen zu Recht. Er ist ein hochvariabler Alleskönner. Sein Platzangebot ist super, die Beschleunigung des HDi beachtlich, der Durst gering. Ein gut ausgestattetes Auto nicht nur für Kurzstrecken, sondern auch für die große Reise. Ganz schlecht aber: ESP und Partikelfilter fehlen für die Basismodelle.
Technische Daten Peugeot Partner Tepee HDi FAP 110
Motor/Hubraum Vierzylinder, Turbo/1560 cm³
Leistung 80 kW (109 PS)
Drehmoment bei U/min 240 Nm/2000
0–100 km/h 14,3 s
Höchstgeschwindigkeit 173 km/h
Verbrauch (l/100 km) – CO2 5,6 l Diesel 5,6 l Diesel – 147 g/k
Kofferraumvolumen 505–3000 l
Typklassen HPF/VK/TK 19/17/17
Preis ab 18.850 Euro
Plus: sehr gutes Platzangebot, kräftiger und sparsamer Dieselmotor, hohe Variabilität
Minus: ESP und Partikelfilter nur für höhere Ausstattung, schwammige Lenkung
Note 2-
Konkurrenten: Renault Kangoo 1.5 dCi, 103 PS, 18.200 € und Fiat Doblò 1.9 Multijet, 105 PS, 17.970 €

Autor: Jörg Maltzan

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