Fahrbericht Porsche Boxster Spyder

Fahrbericht Porsche Boxster Spyder

— 30.11.2009

Erste Ausfahrt mit dem Diät-Boxster

Der Porsche Boxster Spyder wiegt gerade mal 1275 Kilo – und sprintet dank 320 PS locker auf 267 km/h. Mit geschlossenem Verdeck ist allerdings schon bei Tempo 200 Schluss. Erster Fahrbericht.

Porsche belebt eine Legende neu. Die Zuffenhauser legen den Spyder neu auf, haben dem Boxster eine Diät verpasst. Die Gewichtsreduzierung hat allerdings ihren Preis. Ein solides Einkommen sollte also schon haben, wer den jüngsten Spross der Porsche-Familie fahren will. Genauso wie der 550er Spyder, mit dem das Leinwand-Idol James Dean 1955 tödlich verunglückte, ist er deutlich teurer als der Serien-Boxer und kostet mindestens 63.404 Euro. Der Boxster Spyder kommt im Februar 2010 auf den Markt und hat einen Sechszylinder-Boxermotor mit 320 PS. Warum nicht mehr, wenn es doch so sportlich zugehen soll? Weil es um Leichtigkeit und unverfälschtes Fahrerlebnis geht, sagt der Hersteller. 80 Kilogramm wurden gegenüber dem herkömmlichen Boxster eingespart. Tür und Haube sind aus Aluminium, dazu ein hauchdünnes Tuch als Verdeck und Verzicht auf Komfort. Nach der Schlankheitskur wiegt der Spyder 1275 Kilo, ein drahtiger Kämpfer und der leichteste Porsche im Programm.

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Offen sind die hinteren Hutzen mit Anklängen an den Carrera GT viel besser zu sehen.

Offen soll er 267 km/h rennen, geschlossen ist bei Tempo 200 Schluss – das dürfte an der fragilen Schlechtwetterhaube liegen, die an zwei außenliegenden Ösen verzurrt wird. Kurzum: ein Auto für Landstriche mit mehr als 300 Sonnentagen. Und mit 20 Kurven pro Kilometer, denn der Spyder reagiert schon auf winzige Lenkbewegungen feinfühlig und präzise. Die verkürzten Federn lassen eine Menge Unebenheiten durch, aber das wirkt authentisch. Schließlich ist er kein Softie, sondern ein austrainierter Athlet. Mit dem Klicken des Sicherheitsgurts an der engen Rennschale – normale Sportsitze gibt es auf Wunsch – hat der Fahrer die Eintrittskarte für ein Dynamikerlebnis gelöst, das schwer zu toppen ist.

Leicht bedeudet auch sparsam

Wer auf Krawall gebürstet ist, der bestellt am besten die Sportauspuffanlage. Sie verhilft zur angemessenen Klangkulisse, das Gaspedal wird zum Soundgenerator. Bei soviel Kurzweil aus Längs- und Querbeschleunigung kann man leicht vergessen, dass Autofahren auch noch einen wirtschaftlichen Aspekt hat. Sicher, ein paar Sportwagen wird es geben, die noch etwas rasanter, bissiger, schneller und puristischer sind. Aber kommen die auch mit 9,3 Litern je 100 Kilometer aus?

Autor: Axel F. Busse

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