Fahrbericht Renault Kangoo

Fahrbericht Renault Kangoo

— 23.01.2008

Der Kasten geht in die Verlängerung

Der neue Renault Kangoo ist da – AUTO BILD ist ihn gefahren. Weiterhin zu haben: der "alte" Kangoo Campus, für 11.450 Euro ein echtes Schnäppchen.

Der Kangoo war der Kastenwagen mit dem eingebauten Augenzwinkern. Kompakt, günstig und seit 1998 rund 2,2 Millionen Mal gebaut. Jetzt erscheint der Nachfolger, der mit dem Original nur noch den Namen gemeinsam hat. AUTO BILD hat den Renault exklusiv schon gefahren. Der neue Kangoo ist 18 Zentimeter länger als der Vorgänger und 16 breiter. Unterm Blech steckt die Technik des kompakten Scénic, womit der französische Transporter eine halbe Klasse nach oben aufsteigt. Immerhin haben die zuletzt arg nüchternen Renault-Designer dem Kasten noch einige bekannte Kangoo-Reize mit gegeben: die knubbelige Nase etwa, den Kinderblick oder das markante Buckeldach. Darunter gibt es trotz des Wachstums nicht mehr Kofferraum: 660 bis 2688 Liter fasst das Kastenheck. Allerdings ist das Ladedeck leichter zu nutzen. Die Rückbank lässt sich mit einem Handgriff umlegen, eine neue Gepäckabdeckung trägt bis zu 50 Kilo. Mehr Platz genießen dafür die Passagiere, weil der Kangoo drinnen bis zu elf Zentimeter breiter geworden ist. Das Interieur mit reichlich verwendetem Plastik wirkt wohnlicher, lässt aber weiter den Rotstift spüren.

ESP erst ab 86 PS und nur als Option erhältlich

Dank breiterer Spur und neun Zentimeter längerem Radstand fährt der neue Kangoo deutlich souveräner.

Den größten Fortschritt macht der Kangoo beim Fahrwerk. Dank breiterer Spur und neun Zentimeter längerem Radstand fährt der Kasten eindeutig souveräner, größere Bremsscheiben sollen für mehr Sicherheit sorgen. Dennoch ist ESP erst ab 86 PS und nur als Option erhältlich. Serienmäßig sind vier Airbags. Zum Verkaufsstart bietet Renault drei 1,5 Liter große Dieselmotoren (68 bis 103 PS) und einen 106 PS starken Benziner (1,6 Liter), sowie drei Ausstattungen: Authentique als nackte Spar- und Flottenversion, Expression (mit zweiter Schiebetür links) als großen Köder sowie Privilège als Luxus-Kangoo. Die Preise starten bei 15.150 Euro, im April folgt ein 90 PS starker Einstiegs-Benziner für 13.950 Euro. Damit kostet der neue Kangoo im Schnitt rund 2000 Euro mehr als der alte, der in zwei Sparversionen mit 68 und 75 PS weiter angeboten wird. Diese Schnäppchen senkt Renault im Preis sogar um 1500 Euro (Kangoo "Campus" ab 11.450 Euro) – gut möglich, dass die größte Konkurrenz für den neuen Kangoo im gleichen Laden steht.

Autor: Joachim Staat

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